„Ich zähle sogar bestimmt darauf, lieber Ingo! ‚Der Mann muß hinaus ins feindliche Leben’ — sagt Schiller.”

„Er sagt aber auch, lieber Richard: ‚In des Herzens heilig stille Räume mußt du fliehen aus des Lebens Drang’!”

„Unsinn! Er sagt aber auch: ‚Rastlos vorwärts mußt du streben, nie ermüdet stille stehen’ — das hat mir mein alter Oberst unter sein Bild geschrieben.”

„Schon recht! Er sagt aber auch: ‚In die Tiefe mußt du steigen, soll sich dir das Wesen zeigen’.”

Die drei Reiter lachten über dieses schlagfertige Tennisspiel mit Schillerworten.

Der Soldat Trotzendorff war noch nicht geneigt, Frieden zu schließen, obwohl das Schiller-Gelände seiner Generalstabskarte ziemlich dürftig skizziert war.

„Außerdem hat Schiller gesagt”, rief er schneidig: „‚Wer immer strebend sich bemüht’ —”

„Halt, Bataillon! Das sagt nun allerdings Goethe!”

„Und fügt hinzu”, half Bruck: „‚den können wir erlösen’ — wir! Nämlich die ewigen Schicksalsmächte, Herr Major!”

„Mystik, meine Herren! Sie wissen, da pfeif' ich nicht mit! Ich sage nur so viel: Der Deuwel hole die Nation, die nur noch Halleluja singt und nicht mehr die Wacht am Rhein!”