„Ja, da hast du allerdings recht! Aber —”

„Was denn aber? Du machst mich wild! Jetzt hast du mit dem Kaiser gesprochen, ich habe mit aller Mühe euch zwei zusammengebracht — und nun?”

„Bester Richard, erst muß mich doch wohl Seine Majestät etwas fragen, eh' ich etwas antworten kann, nicht wahr?”

„Hat er dich denn nicht gefragt? Wie lange dauerte denn die Unterredung?”

„Nun, mindestens zwei Minuten.”

Das Auto draußen tutete ungeduldig; der Gewitterregen rasselte an die Fensterscheiben.

„Hol' dich der Kuckuck, Junge! Entweder hab' ich zuviel getrunken bei Tafel — oder du bist nicht nüchtern und willst mich frozzeln — oder — Kurz, ich erwarte dich morgen in Erfurt! Oder kommst du gleich mit?”

„I, fällt mir nicht ein! Ich bleibe gemächlich hier in Eisenach.”

„Dann ade! Eines will ich dir sagen, du: ich hab' mich nun jahrelang auf diesen großen Tag gefreut. Wenn's dir nicht gelingt, Fuß zu fassen — hol's der Deuwel, so reich' ich meinen Abschied ein und widme mich dem deutschen Volke und seinen zahllosen Vereinen. Gott befohlen — oder vielmehr: salz' dich ein, du Pechvogel!”

Ingo begleitete den ärgerlich Davonstürmenden an die Türe.