Die Damen und einige Herren zogen sich zurück.

Trotzendorff trat zu Stein heran, der sich gleichfalls erhoben hatte.

„Weißt du das Neueste, Ingo?”

„Nun was denn, Richard?”

„Meine Berufung ist Tatsache! Hoheit hat's bestätigt!”

„Also von jetzt ab Hofmann, lieber Richard? Na, mein herzliches Beileid!”

„Danke für den Glückwunsch! Das wird auch für dich entscheidend, alter Flüchtling! Ich habe meinen Plan. Und du weißt, ich bin in solchen Dingen zäh. Auf dem Weg über Seine Hoheit komm' ich an den Kaiser heran, mache Majestät mit deinen Gedanken bekannt, verschaffe dir eine persönliche Vorstellung, und du wirst an den Platz gestellt, wo du wirken kannst!”

Ingo legte den Arm um die Schulter des Freundes.

„Du bist doch ein unverbesserlicher Utopist!”

„Abwarten, Junge!” erwiderte der straffe Soldat und strich seinen dicken grauen Schnurrbart. „Wenn du erst einmal mit dem deutschen Kaiser auf der Wartburg ein richtiges Kaisergespräch geführt hast, dann sprechen wir weiter!”