Hier schlug Fanny jäh die Hände vors Gesicht und rief kurz und wehvoll hinaus:

»Ach nein, nein, Gustav, nicht einmal ein Kirchhof! Du armer, armer Mensch!«

Sie schluchzte auf. Und Arnold las weiter, langsam, soweit es heranrückende Nacht und herabrinnende Tränen noch gestatteten:

»Ich grüße dich! Dort bin ich erwacht,

Dort hab' ich der Mutter ins Auge gelacht,

Dort hat mich der Vater ins Feld geführt,

Erste Liebe hab' ich gespürt

Und habe gefunden die süße Braut — —

Hier bricht es ab, Fanny. Dir also galt sein letztes Wort ...«

Der Pfarrer schwieg. Fanny lag auf Gesicht und Händen und weinte herzbrechend, geschüttelt, gestoßen vom ungeheuren Schmerz, der nun in Sturzwellen über das unglückliche Kind hinwegbrauste. So saßen sie nebeneinander, beide ihren Tränen anheimgegeben, indes die Nacht herabsank und die späte Abendglocke über Dorf und Landschaft klang.