V. 592: »mich, der ich gesund bin, hat der Schüttelfrost erfasst« usw.
V. 603. türk. katl Mord, katil Mörder, katl etmek hinrichten. Im serb. neben katul auch katal und katur:
| moliću se caru čestitome, | Den Kaiser, Glück mit ihm! den werd’ ich bitten, |
| nek mi dade tri katur fermana; | er gebe mir drei Hochgerichtfermane; |
| ja ću djecu z glavom rastaviti | die Kinder werd’ ums Haupt ich kürzer machen, |
| a ni tvojoj dobro biti ne će. | und auch dem deinen wird’s nicht gut geraten. |
| Kulu ću ti u begluk krenuti! | Die Warte dein dem Staatschatz schlag’ ich zu! |
Unter den achterlei offiziellen Fermanen der hohen Pforte fehlt der katl f., offenbar, weil man mit seiner Ausstellung nicht nach dem Amtschimmel verfuhr. Die anderen seien hier ein für allemal genannt, weil uns die Namen öfters in den Liedern begegnen: 1. istilam f. Berichtabfordernder, 2. Teekid f. urgierender, 3. tahsil f. Steuer eintreibender, 4. tevdžih f. verleihender, 5. sabt f. in Besitz setzender, 6. daavet f. einladender, 7. tedžid f. erneuernder und 8. ibka fermani Bestätigungferman.
Keine Druckfehler sind: 98 pribijo, 182 beže Ljubovića, 161, 179, 357, 379 bege, 210 gji, 228 osić, 234, 275, 456 istor, 266 virna, 276 vrime, 320, 325 priśječe, 399, 409 okoljena, 580 u Stambola, 583 dilje, 601 vić, 599 Dunova. In V. 423 ist [se] und 468 [treći] nach V. 599 von mir eingeschaltet.
[1] Vergl. Dr. Albert Hermann Post: Grundriss der ethnologischen Jurisprudenz. Oldenburg und Leipzig 1894. S. 327–425.
[2] Man lese darüber das treffliche Buch Pompeo Malmenti’s nach: I Banditi della Repubblica Veneta. Firenze 1896. Bemporad e Figlio.
[3] ’Orlović, Der Burggraf von Raab.’ Ein moham.-slav. Guslarenlied. Freiburg i. B. 1889, Herder. S. 35. Dazu das Lied vom Novak in diesem Buche.