Mach nur ein gut Potage, mit all’ Appartenance
Wie man es à la Cour zu dressieren pflegt en France.
[12] Die grössere Broschüre führt den Titel: »Ovo je ćitap na bosanski jezik« (dieses ist das Religionbuch in bosnischer Sprache). Der Verfasser nennt sich Mustafa Efendi aus Brod (an der Save). Er lebte damals als Softa in Konstantinopel. Der Text hebt also an: »Jes li mumin? Ja sam hakka, el hamdu lillah ala din el islam. Imam je mojsifet. Što je mumin? Mumin je oni čovjek, štono srcem vjeruje a jezikom ikrar čini, etc.«
[13] Man vergl. N. A. Balhassan-Oglu: Un texte ouïgour du XII-ième siècle. Revue Orientale pour les études ouralo-altaïques. Budapest 1906, p. 257–279.
[14] V. 3 srcom, dagegen V. 35: srcem. V. 48 und 49 hat der Schreiber in V. 57 f. wiederholt. Das scheint uns dafür zu zeugen, dass dem Schreiber jemand diese Avdija aus dem Gedächtnis in die Feder diktiert habe. In V. 48 gr’jehova, in V. 57 grihovâ. Beide Laute sind richtig und werden nebeneinander gebraucht. Die serbische Sprache wird von den Schulgrammatikern in drei Hauptmundarten eingeteilt, je nachdem der altslavische Laut durch je, i oder e vorwiegend in der modernen Volksprache wiedergegeben wird. Ich habe auf meinen Reisen unter den Südslaven die Überzeugung gewonnen, dass dieser schablonenhaften Einteilung in Jekavci, Ikavci und Ekavci (Je-Leute, I-Leute, E-Leute) gar kein wissenschaftlicher Wert zukomme, weil dasselbe Individuum ohne irgend einen besonderen Grund bald den einen, bald den anderen Laut anwendet; so sagt z. B. einer moja djevojka je lipa, dann ein anderes Mal m. divojka je lijepa oder devojka je lepa.
[15] für ludi = ludj (= ludy). Eine derartige Wortverunstaltung ist sonst wohl äusserst selten.
[16] Bezieht sich auf die Fussbekleidung obuća. Die Frau muss dem Manne vor dem Schlafenlegen die Schuhe ausziehen und morgens wieder anziehen.