Mad. Belmont. Nun, mein Sohn! Du kannst zufrieden sein, denk' ich —Herr Selicour hat deinen Wunsch erfüllt, eh' er ihn wußte; hat dir in die Hand gearbeitet, und ihr kommt einander durch den glücklichsten Zufall entgegen—

Narbonne. Mit Freuden seh' ich, daß wir einverstanden sind.—Geben
Sie, Herr Selicour, noch heute Abend sende ich den Aufsatz an die
Behörde.

Selicour (für sich). Alles geht gut—Jetzt diesen Firmin weggeschafft, der mir im Weg ist. (Laut.) Werden Sie mir verzeihen, Herr von Narbonne?—Es thut mir leid. Es zu sagen—aber ich muß fürchten, daß die Anklage des Herrn La Roche diesen Morgen doch einigen Eindruck gemacht haben könnte.

Narbonne. Nicht den mindesten.

Selicour. Ich habe es befürchtet.—Nach allem, was ich sehe, hat dieser La Roche meine Stelle schon an Jemanden vergeben.—

Narbonne. Wie?

Selicour. Ich habe immer sehr gut gedacht von Herrn Firmin. Aber, ich gesteh' es—ich fange doch endlich an, an ihm irre zu werden.

Narbonne. Wie? Sie haben mir ja noch heute seine Gutmütigkeit gerühmt.

Selicour. Ist auch den Gutmütigsten bis auf einen gewissen Punkt zu trauen?—Ich sehe mich von Feinden umgeben. Man legt mir Fallstricke.

Narbonne. Sie thun Herrn Firmin Unrecht. Ich kenne ihn besser, und ich stehe für ihn.