Fr. v. Mirville. Platz! da kommt ein Courier.

Fr. v. Dorsigny. Es ist Champagne.

Sophie. Meines Vetters Bedienter!

Champagne. Gnädiger Herr—gnädige Frau! reißen Sie mich aus meiner
Unruhe!—Das Fräulein ist doch nicht schon Frau von Lormeuil?

Fr. v. Dorsigny. Nein, guter Freund, noch nicht.

Champagne. Noch nicht? Dem Himmel sei Dank, ich bin doch noch zeitig genug gekommen. meinem armen Herrn das Leben zu retten.

Sophie. Wie! Dem Vetter ist doch kein Unglück begegnet?

Fr. v. Dorsigny. Mein Neffe ist doch nicht krank?

Fr. v. Mirville. Du machst mir Angst, was ist meinem Bruder?

Champagne. Beruhigen Sie sich, gnädige Frau! Mein Herr befindet sich ganz wohl, aber wir sind in einer grausamen Lage—Wenn Sie wüßten—doch Sie werden alles erfahren. Mein Herr hat sich zusammen genommen, der gnädigen Frau, die er seine gute Tante nennt, sein Herz auszuschütten; Ihnen verdankt er alles, was er ist; zu Ihnen hat er das größte Vertrauen—Hier schreibt er Ihnen, lesen Sie und beklagen ihn!