Oberst. Herr von Valcour! Mein Neffe erkennt Ihre große Güte vielleicht nicht mit der gehörigen Dankbarkeit; aber rechnen Sie dafür auf die meinige.
Fr. v. Dorsigny. Sie waren also nicht unterwegs nach Rußland?
Oberst. Was Teufel sollte ich in Rußland?
Fr. v. Dorsigny. Nun, wegen der wichtigen Commission, die das
Ministerium Ihnen auftrug, wie Sie dem Champagne sagten.
Oberst. Also wieder der Champagne, der mich zu diesem hohen Posten befördert. Ich bin ihm unendlichen Dank schuldig, daß er so hoch mit mir hinaus will.—Herr Gaspar, Sie werden zu Hause mein Billet gefunden haben; es würde mir lieb sein, wenn der Ehekontrakt noch diese Nacht unterzeichnet würde.
Notar. Nichts ist leichter, gnädiger Herr! Wir waren eben im
Begriff, dieses Geschäft auch in Ihrer Abwesenheit vorzunehmen.
Oberst. Sehr wohl! Man verheirathet sich zuweilen ohne den Vater; aber wie ohne den Bräutigam, das ist mir doch nie vorgekommen.
Fr. v. Dorsigny. Hier ist der Bräutigam! Unser lieber Neffe.
Dorsigny. Ja, bester Onkel! Ich bin's.
Oberst. Mein Neffe ist ein ganz hübscher Junge; aber meine Tochter bekommt er nicht.