D. a. Moor (halb wach.) Er war nicht da? drückt ich nicht seine Hände? Garstiger Franz! willst du ihn auch meinen Träumen entreissen?

Amalia. Merkst du's, Amalia?

D. a. Moor (ermuntert sich.) Wo ist er? wo? wo bin ich? du da, Amalia?

Amalia. Wie ist euch? Ihr schlieft einen erquickenden Schlummer.

D. a. Moor. Mir träumte von meinem Sohn. Warum hab ich nicht fortgeträumt? Vielleicht hätt' ich Verzeihung erhalten aus seinem Munde.

Amalia. Engel grollen nicht — er verzeiht euch. (Faßt seine Hand mit Wehmuth.) Vater meines Karls! ich verzeih euch.

D. a. Moor. Nein, meine Tochter! diese Todten-Farbe deines Angesichts verdammet den Vater. Armes Mädgen! Ich brachte dich um die Freuden deiner Jugend — o fluche mir nicht!

Amalia (küßt seine Hand mit Zärtlichkeit.) Euch?

D. a. Moor. Kennst du dieses Bild, meine Tochter?

Amalia. Karls! —