Daniel.

Daniel. Es wartet draussen ein Mann auf euch. Er bittet, vorgelassen zu werden, er hab euch eine wichtige Zeitung.

D. a. Moor. Mir ist auf der Welt nur etwas wichtig, du weist's, Amalia — ist's ein Unglücklicher, der meiner Hülfe bedarf? Er soll nicht mit Seufzen von hinnen gehn.

Amalia. Ist's ein Bettler, er soll eilig herauf kommen. (Daniel ab.)

D. a. Moor. Amalia, Amalia! schone meiner!

Amalia (spielt fort.)

Nimmer lausch ich deiner Waffen Schalle,
Einsam liegt dein Eisen in der Halle,
Priams groser Heldenstamm verdirbt!
Du wirst hingeh'n, wo kein Tag mehr scheinet,
Der Cocytus durch die Wüsten weinet,
Deine Liebe in dem Lethe stirbt.

All mein Sehnen, all mein Denken
Soll der schwarze Lethefluß ertränken,
Aber meine Liebe nicht!
Horch! der Wilde raßt schon an den Mauren —
Gürte mir das Schwerdt um, laß das Trauren,
Hektors Liebe stirbt im Lethe nicht!

Franz. Herrmann (verkappt.) Daniel.

Franz. Hier ist der Mann. Schröckliche Botschaften, sagt er, warten auf euch. Könnt ihr sie hören?