Sacco. Niemand.
Calcagno. So wahr Gott lebt, Niemand.
Verrina. Ich bin der letzte meines Geschlechts. Mein Weib liegt begraben. Diese Tochter ist ihr einziges Vermächtniß. Genueser, ihr seid Zeugen, wie ich sie erzog. Wird Jemand auftreten und Klage führen, daß ich meine Bertha verwahrloste?
Calcagno. Deine Tochter ist ein Muster im Lande.
Verrina. Freunde! ich bin ein alter Mann. Verliere ich diese, darf ich keine mehr hoffen. Mein Gedächtniß löscht aus. (Mit einer schrecklichen Wendung.) Ich habe sie verloren. Infam ist mein Stamm.
Beide. (in Bewegung). Das wolle Gott verhüten! (Bertha wälzt sich jammernd im Sopha.)
Verrina. Nein! Verzweifle nicht, Tochter. Diese Männer sind tapfer und gut. Beweinen dich diese, wird's irgendwo bluten.—Seht nicht so betroffen aus, Männer. (Langsam, mit Gewicht.) Wer Genua unterjocht, kann doch wohl ein Mädchen bezwingen?
Beide (fahren auf, werfen die Sessel zurück). Gianettino Doria!
Bertha (mit einem Schrei). Stürzt über mich, Mauern! mein Scipio!
Zwölfter Auftritt