Bourgognino. Und zwingen mit gewaffneter Hand dem Glück eine Gunst ab? Das ist die Stimme der Ehre und die meinige.
Fiesco. Und die meinige. Pfui, Genueser! (Zu Calcagno und Sacco.)
Das Glück hat bereits schon zu viel für uns gethan, wir müssen uns
selbst auch noch Arbeit geben—Also Aufruhr, und den noch diese Nacht,
Genueser! (Verrina, Bourgognino erstaunen. Die Andern erschrecken.)
Calcagno. Was? noch diese Nacht? Noch sind die Tyrannen zu mächtig, noch unser Anhang zu dünne.
Sacco. Diese Nacht noch? und es ist nichts gethan, und die Sonne geht schon bergunter?
Fiesco. Eure Bedenklichkeiten sind sehr gegründet, aber lest diese Blätter. (Er reicht ihnen die Handschriften Gianettinos und geht, indeß sie neugierig lesen, hämisch auf und nieder.) Jetzt fahre wohl, Doria, schöner Stern! Stolz und vorlaut standst du da, als hättest du den Horizont von Genua verpachtet, und sahest doch, daß auch die Sonne den Himmel räumt und das Scepter der Welt mit dem Monde theilt. Fahre wohl, Doria, schöner Stern!
Auch Patroklus ist gestorben, Und war mehr als du.
Bourgognino (nachdem sie die Blätter gelesen). Das ist gräßlich!
Calcagno. Zwölf auf einen Schuß!
Verrina. Morgen in der Signoria!
Bourgognino. Gebt mir die Zettel. Ich reite spornstreichs durch
Genua, halte sie so, so werden die Steine hinter mir springen und die
Hunde Zetermordio heulen.