Tartaglia (sieht ihn scheel an). Ja wohl! Ja wohl! Ihr habt mir
So ein gewisses Ansehn—eine Miene,
Die mir nicht außerordentlich gefällt.
Ich rath' Euch Gutes, geht! (Folgt dem Pantalon.)
Brigella (zu Kalaf). Erlaubt mir, Prinz,
Daß ich Dem, der befehlen kann, gehorche.
Laßt's Euch gefallen, in dies Haus zu gehn.
Kalaf. Das will ich gerne. (Zu Barak leise.)
Freund, auf Wiedersehn!
Zu besserer Gelegenheit! Leb wohl!
Barak. Herr, ich bin Euer Sklav!
Brigella. Nur fort! Nur fort!
Und macht den Ceremonien ein Ende!
(Kalaf folgt den Soldaten, die ihn in ihre Mitte nehmen, Timur tritt von der entgegengesetzten Seite auf, bemerkt ihn und macht Geberden des Schreckens und Erstaunens.)
Barak (ihm nachsehend).
Der Himmel steh' dir bei, treuherz'ge Unschuld!
Was mich betrifft, ich hüte meine Zunge.
Fünfter Auftritt.
Timur, ein Greis in dürftiger Kleidung. Barak.
Timur (entsetzt, für sich).
Weh mir! Mein Sohn! Soldaten führen ihn
Gefangen fort! Sie führen ihn zum Tode!
Gewiß, gewiß, daß der Tyrann von Tefflis,
Der Räuber meines Reichs, ihn bis nach Peckin
Verfolgen ließ und seine Rache sättigt!
Doch mit ihm will ich sterben! (Eilt ihm nach und ruft laut.)
Kalaf! Kalaf!