Kalaf. O, läse Turandot in meinem Herzen,
Wie ihre Trauer meine Freude dämpft,
Gewiß, es würde ihren Zorn entwaffnen.
War's ein Vergehn, nach solchem Gut zu streben,
Ein Frevel wär's, es zaghaft aufzugeben!

Altoum. Prinz, der Herablassung ist sie nicht werth.
An ihr ist's jetzo, sich herabzugeben!
Kann sie's mit edelm Anstand nicht, mag sie
Sich darein finden. wie sie kann—Man schreite
Zum Werk! Der Instrumente froher Schar
Verkünde laut—

Turandot. Gemach! Damit ist's noch zu früh!

(Aufstehend und zu Kalaf sich wendend.)

Vollkommner konnte mein Triumph nicht sein,
Als dein getäuschtes Herz in süße Hoffnung
Erst einzuwiegen und mit einemmal
Nun in den Abgrund nieder dich zu schlendern.

(Langsam und mit erhobner Stimme.)

Hör', Kalaf, Timurs Sohn, verlaß den Divan!
Die beiden Namen hat mein Geist gefunden,
Such' eine andre Braut—Weh dir und Allen,
Die sich im Kampf mit Turandot versuchen!

Kalaf. O, ich Unglücklicher!

Altoum. Ist's möglich? Götter!

Pantalon. Heil'ge Katharina! (Zu Tartaglia.)
Geht heim! Laßt Euch den Bart auszwicken, Doctor!