Wallenstein.
Nichts. Sei ganz ruhig!
Gräfin. (in düstres Nachsinnen verloren):
Und ein andermal,
Als ich dir eilend nachging, liefst du vor mir
Durch einen langen Gang, durch weite Säle,
Es wollte gar nicht enden—Türen schlugen
Zusammen, krachend—keuchend folgt' ich, konnte
Dich nicht erreichen—plötzlich fühlt' ich mich
Von hinten angefaßt mit kalter Hand,
Du warst's und küßtest mich, und über uns
Schien eine rote Decke sich zu legen—
Wallenstein.
Das ist der rote Teppich meines Zimmers.
Gräfin. (ihn betrachtend)
Wenn's dahin sollte kommen—Wenn ich dich,
Der jetzt in Lebensfülle vor mir steht—
(Sie sinkt ihm weinend an die Brust.)
Wallenstein.
Des Kaisers Achtsbrief ängstigt dich. Buchstaben
Verwunden nicht, er findet keine Hände.
Gräfin.
Fänd' er sie aber, dann ist mein Entschluß
Gefaßt—ich führe bei mir, was mich tröstet.
(Geht ab.)
Vierter Auftritt
Wallenstein. Gordon. Dann der Kammerdiener.
Wallenstein.
Ist's ruhig in der Stadt?
Gordon.
Die Stadt ist ruhig.