»Doch, wie Sie wollen! Unter welches Regiment möchten Sie wohl?«
Gleichviel, unter welches! stotterte ich.
Ich mußte bey dieser Antwort eine erschreckliche Blöße geben, denn sie ward mit großem Gelächter aufgenommen.
»Unter das zu L** meynen Sie doch? Nicht, Lemberg?«
Nein – gnä – gnädige Gräfin –
»Also nicht nach L**. Ich glaube selbst, daß Ihnen der Ort zuwider seyn muß, weil er Sie in Arrest gebracht hat.«
Sie sagte dies mit einer studierten Ernsthaftigkeit, die mir durch Mark und Bein ging.
»Aber Sie wären doch der erstaunlichen Ritte überhoben, wenn Sie unter das Regiment nach L** gingen?«
Jedes Wort war mir ein zweyschneidiges Schwerdt. Ich siedete und kochte, fühlte aber nicht das mindeste Zucken in den Muskeln des rechten Armes. Wie theuer mußte ich die Schelle bezahlen!
»Ich habe schon gesagt, Lemberg, daß Sie selbst nicht wissen, was Sie wollen, ich muß mich schon Ihrer annehmen. Kommen Sie morgen wieder, und holen Sie sich Bescheid!«