[626] Ernst von Weber frug eines Tages Yanniki, ein hübsches kräftiges Amakosamädchen, warum sie denn nicht den Umfuli, einen jungen Kaffern, der ihr sehr den Hof machte, heirate, da sie ihn doch zu lieben schiene. Sie antwortete, sie habe ihn zwar gerne, dürfe ihn aber nicht heiraten, da er nur zehn Kühe für sie zu bezahlen im stande sei, während ihr Vater fünfzehn fordere. Herr von Weber meinte nun, es sei doch recht hart von ihrem Vater, wegen fünf Kühen mehr oder weniger dem Glücke seiner Tochter in den Weg treten zu wollen. Herr von Weber glaubte mit diesen Worten eine ihr wohlgefällige Äusserung gethan zu haben. Yanniki aber nahm es ganz anders auf. „Was!“ sagte sie erregt, „mein Vater sollte mich also wirklich für zehn Kühe hergeben, nicht wahr? Das fehlte gerade noch! Bin ich denn nicht mehr wert als Cilli, für die in voriger Woche der Tambukichief zwölf Kühe bezahlt hat? Ich bin hübsch, ich kann kochen, nähen, sticken, englisch reden, und bei allen diesen Vorzügen sollte mich mein Vater für lumpige zehn Kühe weggeben? O Herr, wie klein denken Sie von meinem Werte! Nein, nein, mein Vater hat ganz recht, wenn er in diesem Punkte nicht nachgeben will; ja, ich finde, er dürfte dreist zwanzig Kühe für mich fordern, denn ich bin es wert!“ (Ernst von Weber. Vier Jahre in Afrika. Leipzig 1878. Bd. II. S. 215–216.)

[627] Johnston. Der Kilima-Ndscharo. S. 392.

[628] Schweinfurth. Im Herzen von Afrika. Bd. I. S. 330.

[629] Globus. Bd. XXXIII. S. 56.

[630] Nachtigal. Sahara und Sudan. Bd. II. S. 685.

[631] A. a. O. S. 370.

[632] Mis de Compiègne. Gabonais, Pahouins, Gallois. Paris 1876. S. 191.

[633] Max Büchner. Kamerun. S. 31.

[634] Ausland 1861. S. 963.

[635] H. Zöller. Das Togoland und die Sklavenküste. Berlin und Stuttgart 1885. S. 179–180.