Ich sagte oben, dass unter den Mortlockinsulanern der älteste Mann aus der ältesten Familie das politische Haupt des Stammes sei. Der ganze Stamm nennt ihn seinen Häuptling: Sómol. Der Häuptling nennt jedes Mitglied seines Stammes Pui, d. h. Schwester oder Bruder, ohne Rücksicht auf das Alter. Stirbt ein Häuptling, so folgt ihm sein Bruder oder, falls dieser fehlt, der nächste männliche Verwandte. Stirbt die älteste Familie aus, so folgt die nächste, die folgende u. s. w., so dass der letzte Mann des Stammes Häuptling werden kann, wenn an ihn die Reihe kommt. Jedes Dorf für sich ist ein kleiner Stamm, ein Clan, aus welchem die Nachkommenschaft des männlichen Teiles ausgeschlossen und nur die des weiblichen beibehalten ist. Die durch die Bande der Clanverwandtschaft aneinander geketteten Dörfer anerkennen ein Dorf als den Sitz der Hauptfamilie, welche den Häuptling des Stammes liefert. Jedes dieser Dörfer, dessen Bedeutung im Stamme in einer stufenweise angeordneten Reihe bestimmt ist, kann das Hauptdorf werden, falls die vorgehenden wichtigeren Dörfer ausgestorben sind.
Was nun die innere Stammesverfassung betrifft, so sind die Mitglieder eines Stammes in kleinere Gemeinden geteilt, von denen jede eine eigene Niederlassung: Key, und mit den dazu gehörenden Ländereien Bey geheissen, besitzt. Jeder Bey, der etwa dem Begriffe des Clan entspricht, hat seinen männlichen Somol, den ältesten Mann der Gemeinde, welcher diese nach aussen vertritt. Die Einrichtung des Key — ein grosses Haus (Le Fel), wo der Somol mit den männlichen Bewohnern schläft, umgeben von kleinen Hütten, in welchen die Frauen und Mädchen des Clan für sich allein oder erstere mit ihren Männern, die nicht zum Stamme gehören, sich aufhalten — ist bloss ein sichtbarer Ausdruck der Stammesregel, dass die beiden Geschlechter sich als Geschwister betrachten sollen. Der Key ist kein Dorf, in dessen Häusern die Familien gemütlich zusammenleben, sondern die Frauen und Männer sind aufs strengste geschieden. Nie wird ein Geschwisterpaar in einem Hause schlafen, sondern der Sohn schläft in dem Fel, die Tochter mit ihrer Mutter im Im. Eine geschlechtliche Vermischung seitens der Angehörigen eines Clan wird als die schreiendste Blutschande betrachtet und würde bei allen Clangenossen ohne weitere Umstände Rächer finden. Da nun die Männer ihre Weiber und sonstige Frauengesellschaft ausserhalb des Key suchen müssen, sind sie fast immer von ihrer Heimat abwesend. Die älteren Männer, welche eine Frau von einem andern Stamme nehmen, müssen sich bei ihr aufhalten und das ihr zugehörige Land bearbeiten. Sie besitzen ausserdem ihr eigenes Land in ihrer Heimat, von wo sie die Erträgnisse meistenteils nach der Familie der Frau bringen. Die jungen Männer, welche sich erst Weiber suchen, treiben sich in fremden Dörfern umher, putzen sich, um möglichst guten Eindruck auf die Töchter des Landes zu machen und warten ungeduldig auf die Abendzeit, da dann gewöhnlich eine gesellige Unterhaltung am Strande stattfindet, an der sich die Jugend beiderlei Geschlechts unter Gesang und Tanz ganze Nächte hindurch ergötzt.[432]
Die so auffallende Sitte des getrennten Lebens der Geschlechter in besonderen Häusern kehrt auch auf den Viti wieder, wo noch Mutterfolge und Neffenerbrecht herrschen. Dort schlafen alle Männer gemeinsam in einem Bure, während die Knaben wiederum ein Bure für sich des Nachts benutzen, Frauen und Mädchen aber einzelne Hütten bewohnen.[433] Auch auf den Palau, wo doch der Mann schon Herr im Hause ist, beobachten wir deutlich umgrenzte Männer- und Weiberverbände, sogenannte Clöbbergöll, wovon die ersteren im Bai, die letzteren im Balai oder Bli wohnen. Professor Semper vermutet, dass das Bai oder Fel, das Männerhaus, eigentlich papuanischen Ursprungs sei[434] und bringt dafür einige Anhaltspunkte, woraus er schliesst, dass in ganz Melanesien früher derartige Einrichtungen bestanden. Lippert hat es wahrscheinlich zu machen versucht, dass sich an vielen Orten und zu verschiedenen Zeiten zwei Gruppen von Organisationen zeigten: die eine bestehend aus Frauen, Männern und Kindern, die andere aus Männern und Jünglingen. Die wesentliche Unterscheidung liegt ihm zufolge in der verschiedenen Art des Nahrungserwerbs und der davon abhängigen Beschäftigungsweise. Diese Männerverbände standen den Familienverbänden gegenüber, und Lippert meint, dass durch den Übergang der Männer von der Jagd zur Viehzucht diese Doppelorganisation nur noch mehr gefestigt werden konnte.[435] Allein auf den Palau- und Mortlockinseln, wo das Doppelhaus so scharf in den Vordergrund tritt, hat ein solcher Übergang zur Viehzucht niemals stattfinden können, und ebensowenig auf der übrigen Eilandsflur des Grossen Ozeans. Wenn also auf diesen bei ihrer Entdeckung Frauen und Männer eine vollkommen getrennte Wirtschaft führten, so scheint mir der Grund hauptsächlich in einstigen matriarchalischen Zuständen zu liegen, welche der Männerwelt noch eine weit grössere Unabhängigkeit von der „Familie“ zuwiesen. Im Grunde genommen war und ist überall, wo das Matriarchat obwaltet, immer noch keine Familie in unserem Sinne vorhanden, d. h. ein Verband, in welchem die natürlichen Beziehungen zwischen Mutter und Kind, zwischen Mann und Frau vertreten und geschützt erscheinen. Die matriarchalische „Familie“ ist immer noch ein viel weiterer Begriff als der, welchen wir heute mit diesem Worte verbinden, eigentlich den ganzen Clan oder die Sippe umfassend.
Verglichen mit der Ungebundenheit der urzeitlichen „Muttergruppe“ ist allerdings in der matriarchalisch geordneten Gesellschaft schon grössere Regelmässigkeit und Festigkeit im Verkehre der Geschlechter bemerkbar. Immerhin zeigt sie in ihren Sitten noch zahlreiche Spuren der älteren freiheitlichen Epoche. Von einer Wertschätzung jungfräulicher Keuschheit ist noch keine Rede. Nach dem, was Hugo Zöller selbst gesehen und was man ihm erzählt hat, scheint so etwas wie Keuschheit, dem Begriffe wie der Wirklichkeit nach, im Nigirdelta nicht bloss unbekannt, sondern auch den Leuten unverständlich zu sein. Es giebt dort keine Festung, die nicht jeder, der sie sah, auch besiegte, wenn er kam.[436] Heute noch sind die Ideen der Australier über die Keuschheit der Jungfrauen gleich Null;[437] in Melanesien ist der geschlechtliche Umgang den Mädchen meistens unbehindert, wie denn auch in Polynesien zur Zeit der Entdeckung die ungebundenste Zügellosigkeit herrschte. Auf der Markesasinsel Nukuhiwa konnten die Mädchen ungehindert und ohne ihre Familie zu entehren, dem Hange ihrer Sinnlichkeit nach Wohlgefallen frönen,[438] ja, es wurde erwachsenen Mädchen zur Schande angerechnet, wenn sie, von den Männern verachtet, keine Gunstbezeugung austeilen konnten, und ein Mädchen sah sich desto mehr geschätzt, je mehr sie Liebhaber gehabt[439] — eine Ansicht, die sehr häufig und bei den verschiedensten Völkern wiederkehrt. Auf den Palau-Inseln, wo schon patriarchalische Polygamie herrscht, leben im Männer-Bai stets zur Bedienung junge Mädchen, Armungul, welche an dem freien ungebundenen Leben, das sie dort führen, grossen Gefallen finden. Die Armungul bleiben gewöhnlich drei Monate lang in dem Bai, lernen hier den Männern dienen und ihnen gehorsam sein, und wenn sie zurückkehren, so bringen sie ihren Eltern ein hübsches Stück Geld mit. Es ist dies, so denkt das weibliche Volk auf den Palau, eine köstliche Sitte.[440] Oft entflieht ein ganzer Weiber-Clöbbergöll nächtlicherweile zu einem Männer-Clöbbergöll einer andern Insel; wenn nämlich ein junger Mädchen-Clöbbergöll in das richtige Alter kommt, treibt es ihn irgend wohin zu gehen, und keines der Mädchen dürfte dann zurück bleiben, auf die Gefahr hin, von ihren Eltern ausgescholten zu werden und keinen Mann finden, da sie in den Ruf käme, ein ungeschicktes Mädchen zu sein, das nicht zur Frau tauge. Aber die andern, wenn sie heimkehren, verheiraten sich rasch.[441] Ähnlich denken und handeln die algerischen Araber vom Stamme der Uled Naïl. Sobald die Töchter im elterlichen Hause reif geworden, schickt sie der Vater nach der nächsten grösseren Stadt, besonders nach Biskra, damit sie dort mit ihren Reizen so viel Geld als möglich verdienen. Die Töchter folgen den väterlichen Ratschlägen auch willig, und es erhält diejenige, welche mit Schätzen reich beladen heimkommt, am frühesten einen Gatten, keineswegs der Schätze wegen, die ja dem Vater gehören, sondern des Anwertes halber, den sie in der Fremde gefunden.[442] Sogar bei den gesitteten Japanern kommt es nicht selten vor, dass ein Vater aus den niedrigen Ständen seine Tochter auf eine bestimmte Zeit einem Yoshiwara (Freudenhause) überlässt,[443] was der Achtung des Musme (Mädchen) keinen Eintrag thut. Bei den Wotjäken ist es geradezu schimpflich für ein Mädchen, wenn sie wenig von den Burschen aufgesucht wird.[444] Die zum Christentume bekehrten Tagalen der Philippinen sehen auch heute noch nicht auf Jungfräulichkeit; die Mädchen geben sich, wie in der früheren Heidenzeit, ohne weiteres jedem Liebhaber preis.[445]
Besondere Achtung jungfräulicher Keuschheit lässt sich auch jenen Völkern nicht nachrühmen, welche zwar sonst in diesem Punkte sehr ängstlich, dennoch den Töchtern gestatten, mit dem Bewerber im Konkubinate zu leben, weil es vor allem gilt, die Fruchtbarkeit des Mädchens zu erproben. So thun z. B. die Igorroten auf Luzon. Wird das Mädchen binnen einer bestimmten Frist schwanger, so findet erst die Hochzeit statt, im entgegengesetzten Falle tritt der Bräutigam zurück.[446] Auch bei den oben genannten Wotjäken ist es für ein Mädchen ehrenvoll, Kinder zu haben; sie bekommt dann einen reicheren Mann und ihr Vater einen höheren Kalim (Brautpreis) für sie bezahlt. Sogar bis in den Kreis unserer Kulturvölker hat diese den geläuterten Begriffen der Keuschheit widersprechende Wertschätzung der vorehelichen Schwangerschaft sich geflüchtet. Thatsache ist, dass in einigen Gegenden Englands, wie Staniland Wake, ein ausgesprochener Gegner unserer Anschauungen, selbst einräumt, ein Mädchen nur dann einen Gatten findet, wenn es früher schon ein Kind geboren;[447] und in der niederländischen Provinz Seeland ist, wie Henri Havard berichtet, die Keuschheit den Mädchen eine Last, von welcher sie sich frühzeitig zu befreien wissen.[448] Als Jungfrau tritt dort ein Mädchen fast niemals in die Ehe, wohl aber meist in schon vorgerücktem Zustande der Schwangerschaft; dies geht soweit, dass in vielen Fällen dieselbe als unbedingte Notwendigkeit erachtet und ihr Ausbleiben zum thatsächlichen Ehehindernis wird,[449] und man merke wohl, dass dabei der Verkehr des Mädchens durchaus nicht auf einen Verehrer beschränkt ist. Ziemlich ähnlich liegen die Dinge in der bäuerlichen Bevölkerung von Oberösterreich und Oberbayern, wie in den Alpenländern überhaupt. Die Begriffe von geschlechtlicher Ehre im modernen Sinne sind dort noch fast unbekannt. An eine uneheliche Geburt knüpft sich weder für die Mutter, noch das Kind irgend welcher besonderer Makel, für das Mädchen selbst dann noch kaum, wenn es mehrere Kinder von verschiedenen Vätern zur Welt bringt.[450] Ein erst siebzehnjähriges, aber schon schwangeres Mädchen in Tölz rühmte sich mir gegenüber geradezu ihres Zustandes, „da ja damit die Welt sehe, dass sie etwas wert sei“. Das sogenannte „Fensterln“, das nächtliche Anklopfen des Burschen an den Kammerfenstern des „Dirndls“, das nur dann vergeblich bleibt, wenn der Bursch nicht „der rechte“ ist oder andere Hindernisse das Hineinschlüpfen in die Kammer des Mädchens verwehren, ist ein uralter, weit verbreiteter und durch keine Macht der Welt auszurottender Brauch in den Alpen, welchen das einsame Leben der Sennerinnen in den Almhütten noch unterstützt. So hat denn Professor Josef Sepp, ein Tölzer Kind und genauer Kenner seiner Heimat, den bezeichnenden Ausspruch wagen dürfen, dass fast alle Mädchen im Gebirge Maria heissen, aber von der heiligen Jungfrau nichts besässen, als eben nur den Namen und — das Kind. Auch in der Schweiz herrscht in vielen Kantonen noch die wohl aus burgundionischen Zeiten herstammende Sitte des „Kiltganges.“ Damit, oder wie es in einigen Alpengegenden heisst, „z’ Licht goh“, bezeichnet man im allgemeinen die nächtlichen Besuche junger lediger Bursche bei heiratsfähigen Mädchen. Uneheliche Kinder sind das endliche Ergebnis. Die Eltern wissen es, müssen es aber geschehen lassen, wenn sie ihre Töchter unter der Haube sehen wollen, — weil es einmal so Sitte ist; denn der Kiltgang, wo er Volksbrauch, ist so allgemein, dass arm und reich demselben huldigen. Es giebt auch in der Schweiz nicht wenig einsichtsvolle Leute, welche dem Kiltgang ernstlich das Wort reden.[451] Eine ähnliche „Freierei“ ist in Norwegen üblich.[452] Herben Sittenrichtern mag es nur zu mässigem Troste gereichen, zu erfahren, dass schon die alten Vedalieder davon erzählen, wie der Jüngling nächtlicherweile ins Elternhaus und in die Kammer seines Mädchens gelangt,[453] was Weinhold zu interessanten Vergleichen mit dem Brauche des Kiltganges veranlasst, der übrigens nach Elphinstone auch „feste Sitte bei vielen Afghanen und Stämmen des nordwestlichen Indiens“ geworden sei.
Genau betrachtet verhält es sich mit der jungfräulichen Keuschheit wie mit der Schamhaftigkeit. Auch sie ist bei den verschiedenen Völkern keineswegs gleichmässig ausgebildet, und es lassen sich in deren Wertschätzung eine Unzahl fein abgetönter Schattierungen von den rohesten bis zu den gesittetsten Völkern verfolgen. Auch sie ist ein erst spät erworbener Kulturschatz, und wenn sogar inmitten gesitteter Nationen, wie obige Beispiele darthun, derselbe nicht immer seinem vollen Werte nach gewürdigt wird, so hat man darin sicherlich nicht mit dem Entartungsapostel Dr. Schneider ein Unvermögen der Überlieferung und des Beispiels christlicher Zucht und Sitte, sowie der durch beide beeinflussten staatlichen Gesetzgebung und des öffentlichen Anstandes zu erkennen;[454] vielmehr sind alle die aufgezählten Faktoren bislang unfähig gewesen, die Ehe und die damit zusammenhängenden Begriffe zu jener Reinheit zu erheben, welche im Hirne der Träumer als ursprünglicher Zustand spukt, bevor „die zerstörende Macht der Sünde, welche in der fleischlichen Lust kulminiert“,[455] zu den geschlechtlichen Verhältnissen der erforschbaren Perioden geführt. Einen Beweis für dieses Paradoxon vermag natürlich niemand zu erbringen, und dasselbe gewinnt auch keinerlei Stütze durch die Frage: wie es denn glaublich sei, dass der tierische Urmensch lediglich durch die Erwägung von Nützlichkeitsgründen vom Hetärismus abgelassen und allmählich zur Einzelehe sich bequemt habe? Sicherlich war es nicht die Erwägung von Nützlichkeitsgründen, welche den Menschen auf diesen Pfad leitete, sondern der Weg war durch die Notwendigkeit und den Gang vorgezeichnet, welchen die Entwicklung jeweils bei jedem Volke nahm. Die Entartungstheoretiker geben sich alle erdenkliche Mühe, Beispiele von niedrig stehenden Stämmen zusammenzutragen, welche doch durch auffallende Sittenreinheit glänzen. Ist die Zahl solcher Beispiele auch keine übermässig grosse, so widerspricht doch die Völkerkunde diesem Beginnen nicht. Wie ist es nun glaublich, so möchte ich dagegen fragen, dass diese im paradiesischen Unschuldskleide prangenden Menschenkinder, welche vor andern so viele „Tugenden“ voraus haben, nicht mit deren Hülfe ihrer sonstigen äussersten Kulturarmut sich entwinden konnten? Oder klingt es nicht wahrscheinlicher, dass die Entwicklung der einzelnen Völker, je nach Massgabe der sie umgebenden und beherrschenden Medien und je nach Massgabe ihrer inneren Anlagen, eine verschiedene gewesen und die einen früher, die anderen später zur Ausbildung dieser oder jener Seite des Gesamtkulturlebens geführt habe? Kennt also die Völkerkunde, um zum Ausgangspunkte dieser Betrachtung zurückzukehren, eine Anzahl sehr roher Stämme, welche trotzdem die Tugend ihrer Mädchen auf das strengste hüten, so ist daraus doch keineswegs zu schliessen, dass die weitverbreitete Ungebundenheit der Mädchen, welche ihren Gefühlen keinen Zwang anthun und dem Bedürfnisse ihres Triebes in vollem Masse genügen, eine Folge späterer Entsittlichung und als nichts Natürliches, Ursprüngliches anzusehen sei. Zuverlässig sind auch jene Tugendsamen von der Ungebundenheit erst allmählich zur Keuschheit gelangt, denn auch sie sind, sowie wir sie heute kennen, dem Urzustande längst entrückt. Zur Ausbildung jener Tugend, d. h. zum Erlangen jenes Bruchteiles der Gesittung, mochten aber bei diesen Geschichtslosen besondere Umstände hindrängen, vielleicht die nämlichen, welche ihr Zurückbleiben auf andern Kulturgebieten verschuldeten.
[412] Henri Duveyrier. Les Touaregs du Nord. Paris 1864. Bd. I. S. 337. 397.
[413] A. a. O. S. 393.
[414] Ladislaus Magyar. Reisen in Südafrika in den Jahren 1849 bis 1857. Pest u. Leipzig 1859. Bd. I. S. 284.
[415] Waitz. Anthropologie der Naturvölker. Bd. II. S. 131–132.