Endlich erwähnte Hr. Bastide, zwar nicht als einen innerlich gewichtigen, aber doch unzeitigen und unangenehmen Umstand, daß in Deutschland Manche davon sprächen: Elsaß und Lothringen wieder zu nehmen. — Ich will nicht durch Niederschreiben meiner hierauf ausgesprochenen Bemerkungen lästig fallen. Die Äußerung: daß sich zahlreiche Versammlungen leicht zu weit fortreißen ließen, und dies noch jetzt in Paris der Fall sei, gab mir Gelegenheit, auch für Frankfurt einige Rücksicht zu verlangen.

Der Gesammteindruck des ganzen Gesprächs war durchaus angenehm. In der Hauptsache: Friede und Freundschaft, zeigte sich die vollkommenste Übereinstimmung mit Frankreich, und die Beseitigung einiger unausbleiblicher Zweifel ward in nahe Aussicht gestellt; habe doch die französische Republik auch Monate lang, ohne officielle Gesandte, ihre Geschäfte nur durch in officiösen Verhältnissen stehende Personen führen lassen. In Bezug auf meine Person drückte sich Hr. Bastide weit schmeichelhafter aus, als ich es verdiene.

Den 28. August.

In Frankfurt drückte das Übermaß der Arbeiten; hier wird die Faullenzerei und vielleicht die leere Geselligkeit lästig werden.


Dreiundfunfzigster Brief.

Paris, den 29. August 1848.

Gestern habe ich wieder viele Besuche abgestattet, oder doch Karten abgegeben. B. Rothschild empfing mich sehr artig, und seine Frau fand ich so einfach, liebenswürdig und verständig wie vor Jahren. Selbst ihr einnehmendes Äußere hatte sich nicht verändert.

Mittags aß ich bei Spontini’s, die sich freuten mich wieder zu sehen. Er ist sehr niedergeschlagen, da er, in Folge einer Erkältung, seit Monaten schwer hört. Eine Verwandte der Spontini, Madame Bonnemaison, welche mich früher sehr freundlich aufgenommen hatte, war gegenwärtig, — aber erblindet. So giebt es auch Leiden außerhalb der politischen Kreise. Diese wurden denn natürlich im Gespräche berührt, welches ein französischer Baron, ein wallonischer Abt und meine Wenigkeit lebhaft genug führten. Daß nicht alle Franzosen mit den neuesten Veränderungen zufrieden sind, wußte ich freilich schon vor pariser Mittagsmahlen.

Nachmittags.