An der Kapelle neben der südlichen Sakristei Kruzifixus zwischen Maria und Johannes. Rundfiguren des 14. Jahrhunderts. An der Konsole des Johannes das Wappen der Groland, unter der Maria das Wappen der Zollner. Kopien. Die Originale der Maria und des Johannes befinden sich in der Kirche.
An dem nun folgenden Dreikönigsportal die Rundfiguren der heiligen drei Könige und der Maria mit dem Kinde auf Konsolen. An letzteren die Wappen der Holzschuher, Muffel und Frey (?). Die Figuren stammen aus der Zeit des Portales. Die Tympanonfüllung wird durch die Rückseite des holzgeschnitzten und polychrom behandelten Ebnerschen Reliefs gebildet, das bei der Beschreibung der Denkmäler des Innern näher behandelt wird. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß das Relief, um es vor den Unbilden der Witterung zu schützen, umgekehrt worden ist, früher indessen einen Schmuck des äußeren Portals, das in gleicher Weise polychrom behandelt ist, bildete.
Abb. 74. Grabrelief der Pömer am südlichen Treppenturme.
Links vom Dreikönigsportal ein Ecce homo mit dem Wappen der Geuschmid.
Zu beiden Seiten des Portals zwei Bischöfe. Kopien. Die Originale in der Kirche.
Am ersten Fenster des Seitenschiffes Doppelrelief: oben Krönung Mariä, unten der ungläubige Thomas. Das obere Relief ist alt, das untere Kopie (Original im Lapidarium).
An der anderen Seite des Fensters ein Epitaph der Holzschuher, ursprünglich vielleicht aus der Zeit um 1430. Steinrelief mit dem thronenden Gott Vater, den Gekreuzigten haltend, in der Mitte, mit den hl. Johannes dem Täufer, Sebald und Paulus auf der linken und Petrus, Thomas und Christophorus auf der rechten Seite; vor den Heiligen die Stifter mit den Wappen der Holzschuher und Pömer links und den Wappen der Holzschuher und Pfinzing rechts; auf dem steinernen Tragbalken des Reliefs die Wappen der Holzschuher und Kreß, Holzschuher und Hummel, Holzschuher und Groland und Holzschuher und Haller. Offenbar Kopie der Barockzeit (Abb. [72]).
An der Wand des nächsten Joches Relief der Auferweckung des Lazarus, durch zwei Säulen dreigeteilt. Nach M. M. Mayer, a. a. O., S. 17, trug der obere, später in Verlust geratene Teil die Jahreszahl 1520 und das Wappen der Pömer. Kopie, deren oberer Teil frei ergänzt wurde; Original des unteren Teiles im Lapidarium (Abb. [140]). Vermutlich ein Werk des Veit Stoß.