Am südlichen Turm eine Tafel mit zwei Reliefdarstellungen in einem mit Rosetten besetzten Rahmen. Die Tafel wird von einem Zinnenkranz bekrönt (Abb. [75]). Oben: Christus am Ölberg, dabei die knienden Familienglieder des Stifters mit den Wappen der Fütterer und Haller. Unten: Die Dreifaltigkeit mit den Heiligen Philipp und Simon, dabei die knienden Familienglieder des Stifters mit den Wappen der Fütterer, Haller und Derrer auf der linken und den Wappen der Eglofstein und Grundherr auf der rechten Seite. Stiftung der Fütterer, und zwar von zwei verschiedenen Familien dieses Geschlechts. Um 1430.
Im Bogenfeld des südlichen Turmportales das Steinrelief der Kreuzauffindung und Kreuzprobe der Kaiserin Helena. Die Heilige steht in der Mitte der beiden figurenreichen Szenen. Rechts wird das gefundene Kreuz weggetragen, links wird durch das Kreuz eine totkranke Frau geheilt. Unten knien rechts und links die Stifter mit ihren Familien; von den Wappen derselben sind noch die der Groß und Oertel zu erkennen. Vorzügliche Arbeit um 1510.
Am südlichen Turm neben dem Portal die überlebensgroße Statue des hl. Christophorus. Der Märtyrer, ein Riese von Gestalt, trägt gesenkten Hauptes auf den Schultern das Christuskind, welches sich am Kopfe des Heiligen und an dessen baumähnlichen Wanderstab festhält, und schreitet langsam durch das Wasser. An der Konsole halten zwei Engel das Schlüsselfeldersche Wappen; dabei die Inschrift: „Heinrich Schlüsselfelder anno domini M CCCC Xlii.“ Das Werk pflegt man vermutungsweise dem Bildhauer Hans Decker, der 1449 in den Nürnberger Bürgerbüchern erscheint, zuzuschreiben. Es zeigt früh entwickelten Naturalismus. Ein mit Kupfer gedecktes Dach schützt die Statue vor den Unbilden der Witterung.
An der Südwestecke des südlichen Turmes in der Höhe der Glockenstube ein ziemlich roher, etwa lebensgroßer Kruzifixus aus der Zeit um 1400.
Am Löffelholzchor ein kleines Ölbergrelief. 14. Jahrhundert.
Außer dieser Steinplastik wäre am Äußeren der Kirche noch einiger bronzener Türklopfer Erwähnung zu tun, dreier prächtiger, den Ring haltender Löwenköpfe des romanischen Stils an der Brauttüre (Abb. [76]), der Türe des Dreikönigsportales und der des südlichen Seitenschiffes, eines Türklopfers der Spätrenaissance mit stilisiertem Frauenkopf an der Tür des nördlichen Seitenschiffes.