Abb. 93. Statue des hl. Erasmus im Ostchor.
Abb. 94. Statue der Maria von der Behaimschen Heimsuchung.
Zu beiden Seiten des Markgrafenfensters zwei überlebensgroße Holzfiguren von Veit Stoß aus dem Jahre 1495 (an den Konsolen bezeichnet und datiert). Christus als Schmerzensmann und Maria als Schmerzensmutter (Abb. [91], [92]). Die Holzfarbe ist beibehalten. An den Plinten wurden bei der letzten Wiederherstellung der Kirche das Zeichen des Meisters und die Jahrzahl aufgedeckt. An der Christusstatue sind eine Hand und ein Fuß ergänzt. An der Statue der Maria ist der über den rechten Arm geschlagene Gewandzipfel nachträglich, vermutlich von Stoß selbst, angefügt. Nach den Wappen an den Konsolen stellen sich beide Statuen mit den später behandelten drei Passionsszenen darunter als eine Stiftung der Familie Volckamer dar.
Zu beiden Seiten des Pfinzingschen Fensters die unterlebensgroßen Holzfiguren eines hl. Papstes und eines hl. Bischofs aus der Zeit um 1470. Besondere Attribute fehlen. Die Statuen stammen vermutlich von einem der früheren Altäre der Kirche. Hallersche Stiftungen.
Links vom Hallerschen Fenster die lebensgroße Steinfigur eines hl. Bischofs. Attribut zur näheren Bestimmung fehlt. Um 1335. Wiederum einer der letzten Ausläufer der mit Erweiterung der Seitenschiffe gegründeten Schule. Rechte Hand ergänzt. Am Sockel Wappen der Haller.
Rechts vom Hallerschen Fenster die lebensgroße Terrakottafigur eines Apostels. Attribut zur näheren Bestimmung fehlt. Um 1390. Aus der Schule des Meisters der Tonbildwerke in der Jakobskirche. Ursprünglich für einen anderen Ort bestimmt. Zuletzt neben dem Bamberger Fenster. Rechter Fuß und linke Hand in der Barockzeit mangelhaft ergänzt.
Zu beiden Seiten des Schürstabschen Fensters die überlebensgroßen Holzfiguren des hl. Erasmus (Abb. [93]) und des hl. Sebald. Um 1450. Gegenstücke, vermutlich von dem gleichen Meister. Attribute zum Teile ergänzt. Zu den Füßen beider je ein kleines Lamm, außerdem beim hl. Sebaldus das Wappen der Schürstab-Groß; am Sockel der Erasmusstatue das Wappen der Haller-Tetzel, umgeändert in ein Wappen der Schürstab-Groß.
Zu beiden Seiten des Behaimschen Fensters die überlebensgroßen Steinfiguren einer Heimsuchung, die Heiligen Maria (Abb. [94]) und Elisabeth. Um 1420. Ergänzungen an den Händen der Maria und am Gewand der Elisabeth; die Hände der Elisabeth sind neu. An jeder Konsole das Wappen der Behaim.