Das alte Glasgemälde umfaßt die Reihen 4 bis 9 und enthält in der untersten Reihe in den beiden mittleren Feldern zwei Stromersche Allianzwappen, dazu links ein Pfinzingsches, rechts ein Kolersches Wappen; in den nächsten vier Reihen 16 Figuren, nämlich zehn Apostel und sechs Propheten, alle mit Schriftbändern in den Händen, in der obersten Reihe einen schlichten architektonischen Abschluß, innerhalb desselben zwei kleine Engelsfiguren.
Die Reihe 3 wurde um 1500 mit 2 Pfinzingschen Wappen sowie 4 Stromerschen und 2 Kolerschen Allianzwappen in reicher spätgotischer Ornamentik ausgestattet. In der 2. Reihe außer 3 kleinen Pfinzingschen Allianzwappenscheiben eine große rechteckige Scheibe mit Kolerschen Allianzwappen von 1568, von denen die größten von einer um die Mitte des 19. Jahrhunderts schlecht erneuerten Engelsfigur gehalten werden. Innerhalb des Rahmens einer Schrifttafel finden sich an Stelle derselben zwei kleine, feine, offenbar profane Kabinettmalereien roh eingesetzt: Begegnung zweier Männer und eine allegorische Frauenfigur (die Hoffart?).
In der untersten Reihe wiederum 3 kleine Pfinzingsche Allianzwappen (6 Rundscheibchen), ein Wappen des Baumeisters Wolf Jakob Stromer von 1589 und ein Wappen seiner Frau Sabina W. J. Stromerin (einer geb. Scheurl) von 1582 sowie ein Kolersches Allianzwappen mit der Unterschrift: „Hieronimus Koler anno 1592“.
7. Das Bambergische Fenster. 1501 gemalt von Wolf Katzheimer (Abb. [107]).
Die Glasmalerei bedeckt vier Querreihen:
1. Reihe (von oben): Vier Bekrönungen nach Art der ornamentalen Schnitzereien bei Altaraufsätzen.
2. Reihe: Bischof Lambert von Bamberg 1374, hl. Kaiser Heinrich, hl. Kunigunde und Bischof Philipp von Bamberg 1475.
3. Reihe: Hl. Bischof (?), hl. Petrus, hl. Paulus und hl. Georg.
4. Reihe: Bischof Heinrich von Bamberg 1487, zwei Wappen von Bamberg und Bischof Veit von Bamberg 1501.
Im linken Feld der Sockelreihe: Albrecht Dürer in ganzer Figur von C. A. Heideloff.