8. Das Maximiliansfenster (Abb. [108]). 1514 von Veit Hirschvogel gemalt. Von Heideloff restauriert. Es befindet sich in der Mitte des Ostchores, d. h. an der vornehmsten Stelle desselben, sichtbar durch das Mittelschiff bis zum Westchor.
Das Glasgemälde nimmt, vom Fenstersockel an gerechnet, zehn Reihen ein und reicht mit dem halbkreisförmigen Aufbau, nach welchem das Ganze scheinbar als Nische gedacht ist, noch in die elfte Reihe hinüber. In den beiden unteren Reihen Butzenverglasung zwischen drei Säulen, in der dritten Reihe eine Rolle mit Inschrift. Die Reihen 4 bis 9 zeigen abwechselnd zwölf Wappen der Länder des Hauses Habsburg in Deutschland und Spanien, zwei fürstliche Ehepaare und vier Heilige, und zwar:
9. Reihe: Wappen des Königreichs Kroatien, des Erzherzogtums Österreich, des Herzogtums Steier und des Herzogtums Brabant.
8. Reihe: Die Heiligen Jakobus d. Ä., Andreas, Kaiser Heinrich und Georg.
7. Reihe: Wappen des Königreichs Ungarn[XIV], Dalmatiens, Tirols und des Herzogtums Kärnten.
6. Reihe: Wappen des Hauses Habsburg, Kaiser Maximilians I., dessen Gemahlin Maria von Burgund[XV] und das Wappen von Burgund.
5. Reihe: Das vereinigte Wappen von Kastilien, Österreich, Leon, Bourbon, Granada und Burgund mit Grafenkrone[XVI], Philipp I. der Schöne, König von Spanien, dessen Gemahlin Johanna die Wahnsinnige[XVII] und das vereinigte Wappen von Kastilien, Leon, Neapel, Sizilien und Granada mit der Königskrone.
4. Reihe: Wappen des Königreichs Leon, der Grafschaft Granada[XVIII], des Königreichs Neapel und des Königreichs Sizilien.
3. Reihe mit der Inschrifttafel: „Maximilianvs cristianorvm imperator ac septem regnorvm rex heresque archidvx avstriae plvrivm evropae provinciarvm princeps potentissimvs. f. f.“ Darüber die Jahrzahl MCCCCCXIIII.