Zwei Wandteppiche mit Darstellungen aus der Parabel des Verlorenen Sohnes. Tuchersche Stiftung. Um 1460. 1. Fünf Darstellungen: Der Jüngling auf schlechtem Lebenswandel (?), er wird von Weibern fortgejagt, weibliche allegorische Figur mit den Wappen der Tucher und Stromer, der Jüngling hütet Schweine, er kehrt zurück. L. 3·85 m, H. 0·63 m. 2. Vier Darstellungen: Zu Ehren des Wiedergefundenen wird ein Kalb geschlachtet und ein Festmahl gehalten, der vom Feld heimkehrende ältere Bruder erkundigt sich bei Zimmerleuten nach dem Vorfall und weigert sich, an dem Festmahl teilzunehmen. Auf der letzten Darstellung rechts oben das Tuchersche und unten das Stromersche Wappen. L. 3·14 m, H. 0·63 m. Hintergrund dunkelblau mit Bäumen und anderen stilisierten Pflanzen, im Vordergrunde Blumen. Die Darstellungen sind durch Säulen getrennt. Vorzügliche Arbeit.

Abb. 135. Gobelin mit Darstellung der Geburt Christi, 1495.

Abb. 136. Mittelstück des Gobelins von 1495.

Wandteppich mit zwei Darstellungen der Grablegung einer Heiligen (Katharina?). Um 1460. Tuchersche Stiftung. Links: der Leichnam wird von schwebenden Engeln gebracht; rechts: der Leichnam wird von den Engeln ins Grab gesenkt. Ohne äußerliche Trennung. L. 1·72 m, H. 0·78 m. Hintergrund blau mit Blumen und Bäumen. Unten in der Mitte die Wappen der Tucher und Stromer.

Wandteppich mit der Darstellung der Geburt Christi und vier Heiligen (Abb. [135], [136]) über dem Hauptaltar. Laut Inschrift vom Jahre 1497. Die Darstellung der Geburt Christi mit Anbetung der Hirten und Engel in der Mitte, seitlich abgeschlossen durch je eine Säule, links die Heiligen Barbara und Johannes der Täufer, rechts ein heiliger Mönch mit Stock und Buch und die hl. Katharina. L. 3·04 m, H. 0·85. Als Hintergrund reiche Landschaft. Starke Verwendung von Gold. Oben rechts die Buchstaben D. S. Vorzügliche Arbeit. Der Gobelin soll ursprünglich beim Muffelschen Altar an der Wand gehangen haben.