Abb. 141. Übermalter Holzschnitt in einem der Exemplare des „Liber missalis“, Bamberg 1490.
Abb. 142. Randverzierung in Miniaturmalerei in einem der Exemplare des „Liber missalis“, Bamberg 1490.
Abb. 143. Miniaturmalerei in einem der Exemplare des „Liber horarum“, Bamberg 1501.
Eine Fortsetzung findet diese Sammlung in den im Obergeschoß der nördlichen Sakristei in Schränken und Vitrinen aufgestellten Gegenständen. Hier sehen wir zunächst kleinere Fundstücke, u. a. einen in der Türmerstube aufgefundenen Frauenschuh des 15. Jahrhunderts (Duplikate desselben besitzen das Germanische Museum und das Bayrische Nationalmuseum in München), altes Steinwerkzeug sowie sehr wertvolle Reste von mittelalterlichen Freskomalereien, welche ehemals die Wand hinter dem Marienbilde Hans von Kulmbachs oberhalb der Tucherschen Chorstühle schmückten (s. o., S. 176).
Handelt es sich bisher um Originalstücke, so reiht sich diesen nunmehr im gleichen Raume neben einer Anzahl von Plänen und Photographien eine Sammlung von künstlerischen und technischen Modellen der letzten Wiederherstellung an. Die 1899 erfolgte Ausgrabung der Ostchorkrypta ist in einem Modell anschaulich dargestellt. Von den ausgeführten schwierigen konstruktiven Arbeiten dieser Zeit geben diese in kleinem Maßstabe als Studienmodelle sehr sorgfältig gefertigten Darstellungen ein interessantes und übersichtliches Bild. Da sie für eine Reihe von Detailfragen der Denkmalpflege die seitens der wiederherstellenden Architekten gewählte Methode zeigen, so bilden sie gewissermaßen ein kleines, aber eigenartiges Denkmalpflegemuseum, in dem für andere Fälle schätzenswerte Erfahrungen aufgehoben sind.