Verzeichnus, was für personen vergangenen 11. januarii bis uff 16 dito wegen der zweier in der helmstangen ausgefallener keil halber uffm Sebalter schlagturn rüsten und dasselb wider abbrechen helfen.
| M. | Georg Harsch, dachdecker, hat das gerüst gemacht, | ||
| Michel Schwob | deckersgesellen, haben auswendig rüsten helfen, | ||
| Cunz Scheffer | |||
| Melchior Schuler | zimmergeselln, haben auch auswendig hierzu geholfen, | ||
| Hainrich Rödl | |||
| M. | Wolf Seyfert, düncher, | ||
| Hannß Zehenter | dünchersgesellen, haben sampt iren maister inwendig hinaus zugelangt. | ||
| Georg Haidenreich | |||
| E. E. und H. | ||
| underteniger | ||
| David Rupprecht anschicker“. |
Schließlich Bericht einer Besichtigung des Daches und Dachstuhles des Schlagturmes durch den Baumeister Wolf Jakob Stromer, den Anschicker David Rupprecht und 3 Stadtmeister vom 15. Januar. Die „seuln“ bei der Viertelglocke seien vor der Zeit „auch mit zin und plei under einander vermengt gewesen“. In dem langen Bericht wird hauptsächlich der schlechte Zustand der Bedachung und des Gebälks hervorgehoben und die „elende besserung“ gerügt.
1616, 28. Mai: Ratsverlaß: „Das abgerissene zihen [Zinn] vom Sebalder turn widerumb bessern zu lassen.
Hansen Hegel, Friderich Schwarzpecken und Nicodemum Kraußn, alle drei turner auf s. Sebalds turn, soll man ungeachtet ihrer entschuldigung ins loch gehen lassen, mit dem eltisten einen anfang machen und nachmals auch die andern hinab schaffen und auf das abgerissene zihn vom turn zu red halten, sonsten aber, was schadhaft worden, fürderlich wider bessern lassen und hinfüro monatlich eine besichtigung der türn fürnemen, damit dergleichen schad nit mehr geschehe; weil auch die turner so gar geringe besoldung haben, soll man bedacht sein, wie inen dieselbe zu bessern. Actum erichtags den 28. mai a° 1616.
Die herren schöpffen
herrn paumeister.“
Dazu Ratsverlaß vom 30. Mai:
„Hansen Hegel, turner auf s Sebalds turn, auslassen, wie auf seiner sag verzeichnet, und dieselbe dem herrn paumeister und anschicker fürhalten, auch den augenschein einnemen und, was an den fenstern und sonsten zu bessern ist, bessern, auch ihnen ein sail, ihr speis und trank daran hinauf zu zihen, geben lassen. Actum donnerstags den 30. mai anno 1616.
| Herrn | H. J. Pömer, | |
| paumeister.“ |