In Dankbarkeit sei zunächst der städtischen Kollegien gedacht, die durch Gewährung einer bedeutenden finanziellen Unterstützung erst das Zustandekommen des Werkes ermöglichten. Besonderer Dank gebührt ferner dem ersten Direktor am Germanischen Museum, Herrn Dr. v. Bezold, der als Vertreter der Kommission zunächst dem Bearbeiter als sachverständiger Berater beigegeben war, in welcher Funktion er dann durch den damaligen Konservator am Germanischen Museum und nunmehrigen Direktor des Bayrischen Nationalmuseums in München, Herrn Dr. Stegmann, in dankenswerter Weise abgelöst wurde, ferner den Verwaltungen der Archive, Bibliotheken und Anstalten, welche bereitwilligst dem Bearbeiter die einschlägigen Materialien zur Verfügung stellten, und nicht minder der Verwaltung des vereinigten protestantischen Kirchenvermögens wie dem kgl. Pfarramt St. Sebald, welche vielen und oft einschneidenden Wünschen des Vereines, wie z. B. der Bitte um Gestattung von Nachgrabungen in der Kirche, unbedenklich Rechnung trugen und so das Unternehmen ganz wesentlich förderten, endlich all den Gönnern, die durch ihre freiwilligen Beiträge die Kosten der Aufgrabungen deckten. Prof. Dr. Georg Ritter v. Hauberrisser in München hat sich das besondere Verdienst erworben, daß er die während der Restaurierung gefertigten Pläne und Werkzeichnungen zur Verfügung stellte, um ihre Vervielfältigung für das Buch zu ermöglichen. Prof. Jos. Schmitz hat dem Werke in allen Stadien seines Entstehens sein tatkräftiges Interesse zugewandt, die so wichtigen Ausgrabungen geleitet, den Bearbeiter vielfach beraten und auf die Auswahl und Vervielfältigungsart der Illustrationen Einfluß geübt.

Dem Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg ist es endlich auch gelungen, in der Firma Gerlach & Wiedling, Buch-, Kunst- und Musikalienverlag in Wien, Verleger zu finden, die bereit waren, dem Druck und der künstlerischen Ausstattung des Werkes diejenige Sorgfalt angedeihen zu lassen, die ihren längst anerkannten Ruf begründet hat.

Noch eines Mannes müssen wir in Wehmut gedenken, der viele Jahre hindurch dem Werke seine Kraft und Fürsorge widmete und dessen unermüdlicher Beharrlichkeit und nie nachlassender Geduld es gelang, dasselbe, wenn es ins Stocken geraten, wieder flott zu machen, und der, als gar sein Erscheinen in Frage gestellt war, als ein bewährter Steuermann doch alles wieder zum Besten lenkte, des langjährigen ersten Vorstandes des Vereines Dr. Georg Freiherrn v. Kreß. Leider sehen seine Augen das vollendete Werk nicht mehr, um dessen Zustandekommen er sich so große Verdienste erworben hat. Wir aber müssen es immer wieder rückhaltslos anerkennen, daß er, hier wie sonst, um alles und jedes besorgt und bemüht, seine ganze Kraft einsetzte, um dem Vereine zu dienen und das gesteckte Ziel zu erreichen.

So möge denn das Buch hinausgehen und nicht nur den Ruhm der kunstsinnigen Vorfahren verkünden, die einst die Vaterstadt mit dem herrlichen Bauwerk der St. Sebaldkirche schmückten, sondern auch den des lebenden Geschlechtes, das den Mut besaß, rechtzeitig seinem Verfall Einhalt zu tun und den Nachkommen den Besitz der hohen ethischen, kulturellen und künstlerischen Werte, die das ehrwürdige Baudenkmal darstellt und umschließt, auf Jahrhunderte hinaus zu sichern.

Nürnberg, im Januar 1912.

Dr. Ernst Mummenhoff,
1. Vorsitzender.


Inhaltsverzeichnis.

Seite
Einleitung[11]
I.Der romanische Bau, etwa 1225–1273[13]
II.Die gotische Bauperiode[39]
1.Die Erweiterung der Seitenschiffe und die Umbauten am Querschiff und Westchor. 1309–1361[39]
2.Der Ostchor. 1361–1379[48]
3.Der Umbau der Türme. 1345, 1481–1484, 1489, 1490[67]
III.Die Restaurierungen der Kirche[75]
1.Die Restaurierungen der Kirche bis zur Neuzeit[75]
2.Das Restaurierungswerk der Neuzeit. 1888–1906[79]
3.Bericht der Bauleitung über die Wiederherstellung des Äußern. 1888–1904[85]
4.Bericht der Bauleitung über die Instandsetzung des Innern. 1903[104]
5.Nachtrag vom 15. Januar 1912[127]
IV.Das Inventar der Kirche[129]
1.1. Altäre und Kanzel[129]
2.Die Plastik[138]
A. Die Plastik am Außenbau[140]
B. Die Plastik im Innern[153]
3.Die Gemälde[168]
4.Die Glasgemälde[177]
5.Gedenktafeln, Totenschilder, Stuhlwerk, Orgeln und Glocken[187]
6.Altargeräte, Wandteppiche, Paramente[196]
7.Sammlung alter Skulpturen- und Baureste. — Büchersammlung[206]
Urkundliche Beilagen[213]
Anmerkungen[226]
Chronologische Übersicht[234]
Verzeichnis der Abbildungen[243]
Verzeichnis der Personen, Orte und wichtigsten Sachen[246]