Die dem Absturz nahen Werksteine wurden durch eine Zementbacksteinwand unterfangen und der ganze Giebel durch zwei miteinander verbundene horizontale Schlaudern, die vom Mittelschiff bis zur Außenwand reichten, zusammengehalten. Im August wurde der Blasbalg in dem neuerrichteten Dachaufbau wieder hergestellt. Auch das Versetzen der neuen Pfeilerendigungen, Fialen und Riesen war vor Eintritt des Winters beendet.
In einer Ecke des Südturmes innerhalb des Mauerwerkes fand sich eine mit Schutt angefüllte Treppe, die vom Turm in die Gewölbezwickel des Mittelschiffes führte.
Zur Neuherstellung der Dachdeckung am nördlichen Turm hatte der Bauausschuß sich unterdessen für die Verwendung von reinem Zinn ausgesprochen. Bei der im Mai begonnenen Abdeckung des alten Zinns zeigte sich, daß mehrere Hölzer des Dachstuhles angefault waren und ausgewechselt werden mußten.
Im Juni konnte die neue Holzverschalung aufgebracht werden. Die Neudeckung des Helmes, welche Flaschnermeister Orelli ausführte, war bis zum Herbst vollendet.
Auch die Wetterfahne hat derselbe nach dem Muster der alten, die verrostet war, neu hergestellt.
Abb. 40. Pfinzingkapelle vor der Restaurierung.