Ein Feuer wurde entfacht und nach gehaltener Mahlzeit suchten bald alle die Ruhe auf bis auf Heinz, der die erste Wache übernommen hatte.

Nach zwei Stunden löste ihn John ab und diesen nach weiteren zwei Stunden Münchhausen.

Der Kapitän freute sich kindlich auf den ersten Sonnenaufgang auf dem Saturn, und daß er der erste sein sollte, der diese neue Welt aus nächster Nähe bei Tageslicht schauen sollte.

Aber merkwürdig, es wollte nicht tagen! Als seine zwei Dienststunden zu Ende waren, war es noch so finster wie zuvor. Er rechnete aus, daß die Nacht nun schon mehr als acht Stunden währte; da die Rotationsdauer des Saturn 10¾ Stunden beträgt, hätte es eigentlich schon wieder gegen Abend gehen sollen.

Es war ausgemacht worden, daß Münchhausen gleich nach Tagesanbruch alle wecken sollte, aber der Tag brach nicht an und er wartete noch eine Stunde; er hatte sich so sehr darauf gefreut, allein als Erster die Sonne aufleuchten zu sehen.

Endlich weckte er den Professor.

„Hören Sie,“ fuhr er den Schlaftrunkenen an: „Ich pfeife auf die ganze astronomische Wissenschaft und auf die Ihrige insbesondere. Es ist nichts mit den kurzen Saturnnächten. He! wissen Sie, wie lange diese Nacht schon währt? Neun volle Stunden!“

Schultze hatte sich ermuntert und sah auf die Uhr.

„Wahrhaftig!“ brummte er, „das stimmt!“ Dann schaute er hilflos zum Himmel, als könnte er doch irgendwo die Sonne entdecken, trotz der hier unten herrschenden Finsternis.

„Da hört sich doch alle Wissenschaft auf!“ fuhr es ihm heraus.