Nun wissen Sie, daß es eine positive und eine negative Elektrizität gibt: was die eine anzieht, stößt die andre ab; so gibt es einen positiven und einen negativen Magnetpol, einen Nord- und einen Südpol, und der Zentripetalkraft entspricht eine Zentrifugalkraft. Mit andern Worten, außer der Anziehung gibt es auch eine Abstoßung, und letztere Kraft nenne ich „Fliehkraft“.

Es ist klar, daß, wenn unsre Erde neben ihrer Anziehungskraft auch eine abstoßende Kraft besitzt, erstere bei weitem überwiegen muß in Bezug auf ihre Wirkung auf alle irdischen Körper; denn sämtliche Körper, auf welche die Abstoßungskraft überwiegend wirken würde, müßten sofort von der Erde abgestoßen werden, wären also nicht mehr da. Aus diesem einfachen Grunde bleibt uns diese zweite Kraft verborgen.

Nun habe ich aber durch zufällige Kombinationen eine Elektrizität oder einen magnetischen Strom entdeckt, der diese Fliehkraft darstellt.

Wird der Strom geschlossen, so werden die von ihm durchströmten Körper von der Erde abgestoßen und das mit um so größerer Kraft, je stärker der Strom ist. Bei unterbrochenem Strom tritt die Anziehungskraft der Erde wieder in ihre Rechte.

Meine „Fliehkraft“ ist sozusagen die umgekehrte Schwerkraft, ein Magnetismus, der vom Erdmagnetismus abgestoßen wird, und der seinerseits auf diesen abstoßend wirkt.

Das ist das ganze Geheimnis. Alle Versuche, die ich anstellte, hatten den gleichen Erfolg; jeder Körper, den ich mit Fliehkraft lud, und wenn er sonst noch so schwer war, erhob sich in die Luft mit wachsender Geschwindigkeit und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Sie begreifen, daß mir diese Entdeckung den Gedanken nahelegen mußte, ein Fahrzeug herzustellen, das mittelst der Fliehkraft sich dem Bereich der Anziehungskraft unsres Erdballs entziehen könnte.“

Mit großer Verwunderung lauschten unsre Freunde diesen überraschenden Ausführungen und Schultze meinte kopfschüttelnd: „Na, wir werden ja sehen!“

4. Die Fahrt ins Leere.