„Du irrst, meine Liebe,“ sagte der Lord, „John ist niemals so keck, daß er das Instrument berühren würde; du weißt, er hat sich noch nie eine ungebührliche Freiheit herausgenommen; darin ist er äußerst bescheiden, beinahe zu ängstlich.“
„Das ist Geisterspuck,“ sagte Münchhausen dumpf, „denn im Musikzimmer ist es just Mitternacht.“
„Horch! Da schrillt ja gar die Posaune dazwischen! Es ist ein Duett,“ bemerkte Heinz.
„Unbegreiflich!“ murmelte der Lord.
„Na! Sehen wir nach,“ meinte Schultze, begierig auf die Lösung des Rätsels.
„Ach! Wollten Sie nicht lieber zuvor einige scharfsinnige Hypothesen aufstellen, die geeignet wären, dieses Phänomen wissenschaftlich zu erklären, bestes Professorchen,“ bat Münchhausen ironisch.
„Damit Sie mich nachher wieder auslachen können mit meiner Wissenschaft, oller Spötter? Nee, das gibt’s nicht! Ich selber stelle den Augenschein über alle theoretischen Erklärungsversuche.“
„Na, denn man zu!“ rief der Kapitän und ging voran, während alle ihm folgten.
Jetzt erscholl ein wahrer Höllenlärm aus dem Musiksaal.
„Da spielt einer mindestens sechshändig!“ lachte Heinz.