„Nein! Und die Posaune! Das sind ja unerhörte Töne!“ rief die Lady und hielt sich die Ohren zu.

Im Musikzimmer leuchtete eine elektrische Glühbirne, bei deren Schein man Bobs vom Flügel aufspringen sah, während es Dick just gelang, die mißhandelte Posaune vollends ganz auseinander zu reißen.

Bobs war es diesmal in seinem Drehkäfig langweilig geworden, und dem Schlaukopf war es gelungen, die Türe von außen zu öffnen, indem er zwischen den Gitterstäben hindurch über die hölzerne Seitenwand hinabtastete, bis er den Riegel fand, den er zurückschob.

Als er sich in Freiheit sah, öffnete er auch Dicks Gefängnis, und zu allen Schandtaten aufgelegt, begab er sich mit seinem gleichgesinnten Gefährten in das weiter unten gelegene Musikzimmer. Das Öffnen der Verbindungstüren war den intelligenten Affen längst kein Geheimnis mehr.

Hier nun faßten die beiden Verschwörer den schwarzen Plan, einmal selber eine musikalische Unterhaltung zu veranstalten, statt immer bloß als untätige Hörer Professor Schultze Konkurrenz zu machen.

Bobs öffnete den Flügel ohne Schwierigkeit; er versäumte auch nicht, ein Notenheft auf die Pultleiste zu stellen, freilich waren es Noten fürs Cello, doch das berührte ihn nicht, zumal er das Heft verkehrt aufstellte.

Dann hockte er sich auf den Klavierstuhl nieder und begann die Tasten mit einer Virtuosität zu bearbeiten, die seiner ihm natürlich eigenen affenartigen Geschwindigkeit alle Ehre machte.

Dick öffnete inzwischen bedächtig den Instrumentenkasten; das hatte er dem Lord trefflich abgeguckt. Er betrachtete sich die verschiedenen Musikerzeuger und griff dann nach der Posaune, deren Metallglanz ihm in die Augen stach.

O, er wußte genau, wo man das Ding in den Mund nehmen mußte und daß der untere Teil möglichst geschwind auf- und abgeschoben werden mußte, und es gelang ihm richtig durch heftiges Prusten einige entsetzliche Töne hervorzuzaubern, wobei er das Mundstück zu schanden biß.

Als nun aber die ganze Gesellschaft im Zimmer erschien, ahnten die Affen eine Art des Beifalls, die ihnen höchst unsympathisch war; sie nahmen daher schleunigst Reißaus und flüchteten in das anstoßende chemische Laboratorium, wo sie die Regale erkletterten, nicht ohne einige Kolben mit ätzenden Flüssigkeiten herabzustoßen.