Tage- und wochenlang raste die Sannah mit dem Kometen dahin und diese Fahrt durch die anscheinende Leere begann immer mehr etwas Beklemmendes und Beängstigendes auf die Gemüter auszuüben.
Wo war man? Wohin eilte man? Im Unendlichen! Ins Endlose!
Niemand verhehlte sich die furchtbare Gefahr, in der alle schwebten, das schreckliche Schicksal, das ihnen drohte.
Vorerst gelang es ja immer noch mittelst der reichen Vorräte an gepreßtem Sauerstoff und Ozon eine gesunde Luft in den Zimmern zu erhalten. Aber niemand konnte wissen, wie lange diese Fahrt noch dauern werde und ob sie überhaupt zu einem Ziele führe.
Ja, nach menschlicher Voraussicht schien es höchst unwahrscheinlich, daß in absehbarer Zeit ein Weltkörper erreicht werden könne, der menschlichen Wesen die notwendigsten Lebensbedingungen gewähren würde. Wer wußte denn überhaupt, ob es solche in der Fixsternwelt gebe, der man zueilte?
Nur das Vertrauen, daß sie unter höherem Schutze standen, und daß ein Gott sie lenke, der auch in der Unendlichkeit Wege weiß, hielt die Ärmsten noch aufrecht, die sich wie Gefangene in den Räumen ihres Fahrzeugs vorkamen.
Wer konnte wissen, ob es nicht eine lebenslängliche Haft werden sollte, die allerdings nicht lange dauern konnte, da binnen weniger Wochen ihr Leben verlöschen mußte, wenn keine Erlösung kam.
Dann sah wohl eins das andre sterben, ohne ihm helfen zu können, und zuletzt war alles still und tot! Eine kleine Kugel mit menschlichen Leichnamen irrte dann durch das Weltall, um schließlich vielleicht in eine ferne Sonne zu stürzen und in einem Augenblick in glühende Gase aufgelöst zu werden mit allem, was sie enthielt!
Schimpansenstreiche.