Ein andrer Stern wechselt in der fabelhaft kurzen Periode von 4 Stunden und 13 Sekunden, was darauf hindeutet, daß er sich in dieser Zeit um seine Achse dreht oder von einem andern Stern mit solch ungeheurer Geschwindigkeit umkreist wird.

Dies führt uns zur dritten Klasse der veränderlichen Sterne, derer vom Algoltypus. Diese zeigen ein rein weißes Licht, können also keine erlöschenden Sonnen sein, auch sind ihre Perioden von genauester Pünktlichkeit.

Algol im Perseus bleibt 2½ Tage unverändert als Stern zweiter Größe gleich dem Polarstern; dann nimmt seine Leuchtkraft erst langsam, dann immer schneller ab; nach 4½ Stunden ist er nur noch ein Sternchen dritter bis vierter Größe, nimmt aber sofort wieder zu und ist nach weiteren 4½ Stunden so hell wie zuvor.

Hiefür gibt es nur eine Erklärung: Algol wird uns verfinstert durch einen dunklen Weltkörper, der ihn in 2 Tagen, 20 Stunden, 48 Minuten und 55 Sekunden umläuft, denn so viel beträgt die Periode.

Dieser dunkle Begleiter muß seiner Sonne sehr nahe sein und beinahe so groß wie sie, sonst könnte er uns, wie schon gesagt, seine Sonne auf solch ungeheure Entfernung hin nicht verfinstern; natürlich muß auch seine Bahn unsere Gesichtslinie kreuzen, daher ist es erklärlich, daß man nur etwa 20 veränderliche Sterne vom Algoltypus kennt. Bei allen sind die Perioden sehr kurz, zwischen 20 Stunden und 9½ Tagen.

Störungen weisen darauf hin, daß Algol mehr als einen Trabanten hat, und wir dürfen hier ganze Sonnensysteme vermuten, aber auch dort, wo kein dunkler Begleiter sich uns durch seine Größe und geringe Entfernung von seiner Fixsternsonne verrät.

Schließlich verrät uns auch das Spektroskop dunkle Trabanten der Fixsterne dadurch, daß die Linien ihres Spektrums genau innerhalb der Lichtwechselperiode sich verschieben.“

„Aus alledem,“ sagte Flitmore, „siehst du, daß dunkle und wohl auch bewohnbare Weltkörper zur Genüge vorhanden sein müssen. Gott gebe nur, daß wir zu rechter Zeit einen solchen auffinden und glücklich dort zu landen vermögen.“