Mietje stieß einen Schrei des Entsetzens aus, als ihr Heinz diese Frage übersetzte. Dieser aber klärte Fliorot auf, daß die Affen Tiere und keine Menschen seien, auch nicht reden könnten.

Hierauf untersuchten die beiden Edeniten die Schimpansen mit größter Verwunderung.

„Na!“ meinte Münchhausen: „Diese Edenmenschen stammen offenbar von keinen Affen ab, da solche hier gar nicht bekannt sind. Professor Häckel darf froh sein, daß er nie auf den Lehrstuhl einer hiesigen Universität berufen wird; hier fielen seine Phantasien vollends in sich zusammen, auch fände er zu intelligente Zuhörer, um mit seiner Weisheit Anklang zu finden.“

Man war an den Rand der Hochebene gelangt.

Unten dehnte sich ein liebliches Flußtal, und zu beiden Seiten des Flusses ragten vereinzelte Felsblöcke von verschiedener Form, Größe und Höhe zu Hunderten empor.

Unsre Freunde erkannten bald, daß sie es mit künstlichen Gebilden zu tun hatten, und zwar mit den Wohnhäusern der Edeniten. Die Felsen zeigten Fenster, Galerien und Balkone; oben hatten sie meist flache Dächer, die jedoch von Türmen, Säulen und Zacken überragt oder eingefaßt wurden.

Breite Straßen und engere Gassen zogen sich zwischen den Häusergruppen hindurch.

Heinz erkundigte sich nach dem Grund solcher Bauweise und zeichnete auf einen Marmorblock einige Wohnhäuser, wie sie auf Erden gebaut zu werden pflegten.

Gabokol erklärte, das komme ihm sehr gekünstelt vor. Sie nähmen sich die Baukunst des Schöpfers in der Natur zum Vorbild.

Alle mußten gestehen, daß diese rauhen, zackigen Bauten mit ihren Galerien, Bogen und Türmen ein ganz hervorragend schönes, abwechslungsreiches und großartiges Stadtbild ergaben.