Die Stadt glich einem Bienenkorbe; über den Dächern, durch die Straßen, zu den Fenstern aus und ein flogen und schwebten Menschen in leuchtenden farbigen Gewändern, wie aus Duft gewoben, Männer und Frauen, Knaben und Mädchen, auch kleine Kinder.
Man konnte sich nicht satt sehen an diesem farbenfrohen Bilde, an diesen anmutigen Bewegungen.
Als unsre Freunde später diese Stadtbewohner aus der Nähe sahen, entdeckten sie, daß Gabokol und Fliorot durchaus nicht ausnahmsweis schöne Exemplare ihrer Rasse waren, sondern daß vollkommene Schönheit, Anmut und Grazie, dazu Adel der Gesinnung, der sich in den Zügen spiegelte, die allgemeinen Merkmale aller Edeniten waren.
Dabei zeigten sie sich nicht etwa besonders ähnlich, sondern die persönliche Verschiedenheit der Gestalten und Gesichter schien eher noch mannigfaltiger als auf der Erde; und doch konnte man hier niemand in das liebliche Antlitz oder gar in die sonnigen Augen sehen, ohne ihn auf den ersten Blick liebgewinnen zu müssen.
43. Im Hause des Gastfreunds.
Für heute wurde nicht in die Stadt hinabgestiegen oder vielmehr geschwebt; denn Gabokols Wohnung war gleichsam ein Landhaus, das auf einer Stufe des Bergrandes sich erhob, der sich ins Tal hinabsenkte.
Das Haus stand in einem Garten von unerhörter Pracht und Lieblichkeit. Jetzt erst sahen unsre Freunde den ganzen Reichtum an Formen und Farben, den die Blumen, Gesträuche und Schlingpflanzen Edens aufwiesen.
Auch die fremdartigen Gemüse hielten sie anfangs für Zierpflanzen, bis ihnen späterhin die Hausfrau alles erklärte.