Auch die andern machten rasche Fortschritte in der Sprache Edens, und Flitmore sprach den Wunsch aus, einen Besuch in der Stadt so lange hinauszuschieben, bis sie so weit wären, das Notwendigste zu verstehen und sich selber verständlich zu machen.
Es wurden daher in den nächsten Tagen nur Ausflüge auf die nahe Hochebene unternommen und auch einige Aussichtspunkte besucht, von denen aus man weit ins Land schauen konnte.
Eine der ersten Fragen, die Schultze an Gabokol richtete, war die, wie es komme, daß das Wasser hier zum Teil bergauf, zum Teil aber bergab fließe.
„Bei uns steigt immer das Leichtere nach oben,“ erwiderte der Mann verwundert, „und das Schwere strebt hinab; ist das nicht so auf der Erde?“
„Im allgemeinen wohl,“ erwiderte der Professor. „So wird zum Beispiel Öl, auf den Grund eines Baches gebracht, an die Oberfläche des Wassers steigen; dann aber fließt es nicht den Bach hinauf, sondern hinab, ebenso fließt sowohl Öl als Wasser auf festem Grund, falls dieser geneigt ist, bergab.“
„Auch wenn es leichter ist als der feste Grund?“ fragte Fliorot erstaunt.
„Ja! Es befindet sich eben dann in einem andern Mittel, in der Luft, und weil es schwerer ist als diese, drängt es zur Tiefe.“
Gabokol schüttelte den Kopf. „Das ist merkwürdig und widerspricht den Naturgesetzen, wie wir sie kennen. Wir haben dichtes Wasser, das schwerer ist als Erd- und Felsboden: das sinkt hinab. Wird es aber durch Wärme und Verlust aufgelöster fester Bestandteile leichter als der feste Untergrund, so strebt es so hoch als nur möglich empor und fließt auch selbstverständlich bergauf. Die Meere haben schweres Salzwasser: die bleiben immer in der Tiefe.
Unser Planet hat auch eine sehr schwere Luft und geringe magnetische Kraft; auf unsern Monden ist das ganz anders, da fühlt man sich schwer an den Boden gefesselt; möglich, daß dort auch das Wasser niemals bergauf fließen könnte, wenn es dort überhaupt Wasser gäbe.“
„Könnt ihr bis zu euren Monden fliegen?“ erkundigte sich Mietje.