Gabokol sann nach: „Das wäre ein Gedanke! Das hat noch niemand versucht,“ sagte er: „Seid ihr so bis zu uns gekommen?“

„Ja!“ bestätigte Flitmore kurz.

„Ein weiter Weg!“ meinte Fliorot und sah zum Himmel empor.

„Unsere Erde kannst du nicht sehen!“ lachte Schultze, der der Richtung seiner Blicke folgte und nicht umhin konnte, sich höchlichst zu verwundern, daß der Knabe wenigstens genau zu wissen schien, wo er die Erde am Firmament zu suchen hätte, falls sie sichtbar gewesen wäre. Aber freilich, mit dem stärksten Teleskop hätte man diesen kleinen dunklen Planeten von hier aus niemals entdecken können.

Fliorot aber erwiderte: „O doch, ich sehe sie ganz genau. Ich kenne die Lage eueres Sonnensystems gut. Ihr habt nur eine Sonne. Zuerst kommen zwei kleine Planeten ...“

„Merkur und Venus,“ sagte Heinz.

„Dann kommt euere Erde, wie ihr sie nennt,“ fuhr Fliorot fort, „ich sehe sogar ihren Mond.“

„Ja, Fliorot hat scharfe Augen,“ bestätigte Gabokol: „Ich selber kann bei Tageslicht den Mond eurer Erde nicht erkennen, nur bei Nacht.“

„Da hört sich aber doch alle Wissenschaft auf!“ rief Schultze, der staunend beobachtete, wie die Augen des Knaben ein wenig vorgetreten waren und sich in weite Ferne richteten. „Das ist ja eine Sehkraft, die unsere stärksten Fernrohre weit in den Schatten stellt und gegen die auch diejenige des letzten Marsbewohners nichts besagen will! Ist dieser Jüngling imstande, Erde und Mond als zwei getrennte Körper zu unterscheiden, so ist das eine Augenparallaxe, die über das Märchenhafte hinausgeht. Seine Augen müssen es vermögen, die Neigung zweier Linien zu einander zu unterscheiden, die auf einen Kilometer nur 9 Millimeter beträgt!“

Gabokol führte nun unsere Freunde zu seiner Schmiede und erklärte ihnen, wie die Flamme aus der Vereinigung zweier Gase entstand, die er durch Mischung von Metallen und Säuren im Erdboden erzeugte.