Übrigens haben wir ja nun beobachten können, wie ein oder vielmehr zwei Weltkörper durch Zusammenstoß aufleuchten können; auf der Erde wird man am 12. Mai 1913 die Erscheinung des neuen Sterns gewahren, und dann wollen wir ja sehen, welche Erklärungen die irdischen Astronomen diesem Phänomen zu geben belieben.“

„Gestatten mir gütigst der Herr Professor eine Fragestellung in aller Rücksicht der Bescheidenheit,“ bat John.

„Nur zu, mein Sohn! Was quält dich für ein Schmerz?“

„Der Herr Professor haben sich doch zu äußern beliebt, wie ich schon mehrfach hören konnte, daß sich neue fixe Sterne in den komischen Nebeln bilden?“

„Ganz richtig, guter Freund! Aber nicht in den komischen, sondern in den kosmischen Nebeln. Siehst du, man nennt auf griechisch die Welt ‚Kosmos‘, und da ein gebildeter Deutscher Griechisch, Lateinisch und Französisch redet, nur kein Deutsch, so spricht er von kosmischen Nebeln, wo er ebensogut Weltnebel sagen könnte. Wie du also ganz richtig bemerkt hast, aus diesen Weltnebeln bilden sich Fixsterne.“

„Und die leuchten dann aber doch lange Zeit?“

„Gewiß! Tausende, Hunderttausende, vielleicht Millionen von Jahren.“

„Nun denn, Sie sagen, alle neuen Sterne verlieren sozusagen sehr schnell ihr starkes Licht; aber es sollten doch auch neue Sterne aus den Nebeln entstehen, die man vorher nicht gesehen hat, und die dann immer leuchten als Fixsterne?“

„Ja, weißt du, diese Bildung neuer Sterne aus Nebeln braucht jedenfalls Hunderttausende von Jahren.“

Hier fiel Flitmore ein: „Und doch hat John recht; warum soll gerade in unserer Zeit keine derartige Sternbildung zur Vollendung kommen? Niemals noch ist ein uns bekannter Fixstern erloschen, niemals noch ein neuer erschienen. Herrscht wirklich das beständige Werden und Vergehen im Weltall, wie man es annimmt, so ist diese Tatsache unerklärlich. Jedenfalls glaube ich, die Zeit der großen Sonnenschöpfungen ist vorüber.“