Eins!
Oh Mensch! Gieb Acht!
Zwei!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
Drei!
„Ich schlief, ich schlief—,“
Vier!
„Auf tiefen Traum bin ich erwacht:—“
Fünf!
„Die Welt ist tief,“
Sechs!
„Und tiefer als der Tag gedacht.“
Sieben!
„Tief ist ihr Weh—,“
Acht!
„Lust—tiefer noch als Herzeleid:“
Neun!
„Weh spricht: Vergeh!“
Zehn!
„Doch alle Lust will Ewigkeit—,“
Elf!
„—will tiefe, tiefe Ewigkeit!“
Zwölf!
Die sieben Siegel
(Oder: das Ja- und Amen-Lied)
1.
Wenn ich ein Wahrsager bin und voll jenes wahrsagerischen Geistes, der auf hohem Joche zwischen zwei Meeren wandelt,—
zwischen Vergangenem und Zukünftigem als schwere Wolke wandelt,—schwülen Niederungen feind und Allem, was müde ist und nicht sterben, noch leben kann.-
zum Blitze bereit im dunklen Busen und zum erlösenden Lichtstrahle, schwanger von Blitzen, die Ja! sagen, Ja! lachen, zu wahrsagerischen Blitzstrahlen:—
—selig aber ist der also Schwangere! Und wahrlich, lange muss als schweres Wetter am Berge hängen, wer einst das Licht der Zukunft zünden soll!—
Oh wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe,—dem Ring de Wiederkunft!
Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit!