Laßt uns auch auf Kopernikus anstoßen. Zwar wähnte er noch eine letzte gläserne Käseglocke über den Kosmos gestülpt, aber dennoch: Kopernikus!

Sagen Sie, Herr Kopernikus, warum sollte ich nicht auf einen Andromeda-Planeten gelangen? Bitte: warum nicht? Der Wille vermag, was er will. Daher hat er seinen Namen.

Wozu in aller Welt gibt es denn eine Atomisierung?

Entfernung? Was heißt „Entfernung“? Was heißt „Zeit“? Raum und Zeit sind von der Wirklichkeit unverbürgte Anschauungsformen! Mehr nicht! Zählen nicht mehr mit, wenn es um große Dinge geht! Ich höre da immer nur Worte.

Worte sind Rechenpfennige, gut für Kartenspiel. Große Geschäfte macht man nicht mit Rechenpfennigen. Gebt mir andere Zwischenwerte als Worte, meine Gedanken umzusetzen!

Irid, dein Wein ist reif und süß, wie der Duft deiner Brüste!

Andromeda-Nebel! Vor zwei Jahrhunderten hat dich ein wackerer Mann zuerst gesehen, der Simon Marius hieß. In einer eiskalten Nacht um Weihnachten, als ihm die Hände fast erfroren an seinem Teleskop, entdeckte er ihn, und dann schrieb er in sein Buch, er habe einen Stern gefunden, wie er noch keinen sah, der sähe aus wie eine ferne Lichtflamme hinter der Hornscheibe einer Stallaterne. Alter scharfsichtiger Simon Marius! Dein Name klingt weise! Ich will dich nicht auslachen, weil, ehe du ein Hofmathematikus wurdest, du der Musikus Mayer aus Gunzenhausen gewesen bist. Auch Astronomen sind nur Musikanten! Die Harmonie des Kosmos ist ihre Musik! Als du neun Tage vor dem großen Galilei die Jupitersmonde entdeckt hattest, holtest du deine Geige in die Fernrohr-Kuppel und hast in der stillen Nacht so schön darauf gespielt, daß, wie du endetest, vom ganzen Rund des Himmels ein leiser, ferner Applaus ertönte. Bravo, Simon Marius! Da capo! Und mir hast du die Andromeda geschenkt! Den Nebelschleier der Andromeda – –

Mein Gott, ich hätte mich ja auch auf einen andern Planeten atomisieren lassen können! Ich hatte ja die freie Wahl. Aber es muß wohl hier auf diesem Ball jemand gewesen sein, der mich anzog. Irid? Ich will mit ihr darüber sprechen.

Noch einer? Wer ist das? Ach ja, natürlich! Herr Scheiner aus Potsdam! Auch ein wackerer Astronaut dieser Herr Scheiner! Hat zuerst der Erde im Andromeda-Nebel eine andere Welt gezeigt. Eine andere Welt!

Und die Erde hat nicht gebebt bei dieser Entdeckung!