So war’s auch diesmal. Ich konnte es nicht mehr ansehen. Ich nahm mich zusammen und schnitt dem regierungsrätlichen Fritzl eine heimliche Grimasse über den Tisch hinüber. Natürlich lachte er. Ich verlängerte meine Grimasse ins Erstaunte. Natürlich platzte er jetzt fast vor Lachen.
Sofort lösten sich des Regierungsrats gespannte Züge wohltätig, als er jetzt mahnend an seinen Teller klopfen und verkünden konnte:
„Fritz, das muß ich dir denn doch sagen, in deinem Alter habe ich niemals ein so blödsinniges Gelächter aufgeführt — mach’, daß du vor die Türe gehst, damit — damit du weißt, wie man sich bei Tisch anständig beträgt.“
Ich dachte mir, es sei sehr unwahrscheinlich, daß man das anständige Benehmen bei Tisch vor der Türe draußen erlernen könne und drückte diesen Gedanken in einer dritten heimlichen Grimasse aus, für mich privat natürlich. Ebenso natürlich schepperte aber der Regierungsratsfritz darüber vor Lachen und ging ein drittel betrübt, ein drittel vergnügt und ein drittel ahnungslos vor die Türe.
„Es ist ein Jammer mit den Kindern heutzutage“, sagte Rat Übelacker etwas unsicher zu mir.
„O,“ sagte ich, „nicht nur heutzutage, es war zu unserer Zeit nicht besser, aber dafür schlimmer.“
„Sooo?“ sagte mein Freund, der Regierungsrat.
„Ja, ich erinnere mich an zwei Buben, die einem Gaste gegenübersaßen, der einen kleinen unscheinbaren Haarbüschel auf seiner Nasenspitze hatte.“
„Soo?“