Was Wunder also, daß der Spruch ein Teil von ihm ward. Oder er ein Teil vom Spruch. In solchen Wiegenbrüderschaften lassen sich die Teile nicht mehr sondern, derselbe Herzschlag tickt durchs gleiche Blutgeäder: „Wo-rauf-freuen-wir-uns-jetzt?“
Es ist schon richtig: schlicht und bescheiden, wie der Max war, wurde er kein Großer, wurde nicht berühmt. Eher schon sein Spruch, den sie nach und nach belächelten.
„Hör’ mal, Max,“ sagte einer seiner Freunde, „ein Wahlspruch ist schon recht. Aber er muß auch darnach sein. Zum Beispiel: Morgenstund hat Gold im Mund. Oder: Erst besinn’s, dann beginn’s. Oder: Rom ist nicht an einem Tag erbaut. Siehst du, das sind anerkannte Sprüche.“
„Jawohl,“ sagte Max, „und worauf freuen wir uns jetzt?“
Max sei ja soweit ein guter Kerl, sprach dann dieser Freund herum, aber doch beschränkt. Und es solle ihn nicht wundern, wenn er in der Prüfung nicht bestehe. Wirklich fiel er durch.
„Junge, Junge,“ klagte Maxens Vater, „wohin soll das führen?“
„Zum Erfolg beim zweiten Male. Vater — und worauf freuen wir uns jetzt?“
Vater seufzte, Mutter strich dem Sohne übers Haar: „Max, nicht wahr, von jetzt ab für nichts anderes als zum Studium zu haben sein, willst du mir’s versprechen?“
„Ja, Mutter — und worauf freuen wir uns jetzt?“