Nun gab’s kein Halten mehr im Rasen. Erfindung auf Erfindung holte sich das blaue Band aus den Gehirnen. Wütend, immer wütender peitschte es die Meere und die Menschen: fünfzig Knoten, sechzig Knoten, siebzig Knoten.

„Und ich gebe eher keine Ruh,“ sagte Mister Hobbledihoi, „als bis mein ‚Thunderer‘ fünfhundert Kilometer in der Stunde macht.“

Und Mister Hobbledihoi war der Mann, das durchzusetzen. Und eines Tages fauchte sein „Thunderer“ wie ein Geschoß übers Meer. Am Bug, das blaue Band, es ringelte sich vor Freude und schrieb die Zahl 500 in die zerschnittenen Lüfte.

Fünfhundert Kilometer in der Stunde waren überschritten.

„Und ich gebe eher keine Ruhe,“ sagte Brinkmann, der Schiffsmagnat, „bis mein ‚Blitzstrahl‘ die drei Nullen mit dem Einser vorne aus den Wassern holt.“

Und Herr Brinkmann war der Mann, das wahrzumachen. Ein Heer von Ingenieuren hetzte er mit Geld und Ehren. Ein Volk verfieberte er zu wütender Begeisterung. Ein Kohlenbergwerk warf er in sein Schiff und zwang es zu den tausend Kilometern in der Stunde. Das war in einer Nacht, als an Bord die tausend Lichter glänzten. Im Luftschiff drüber sahen es die Leute. Und es war ihnen, als blitzte eine riesige Sternschnuppe durch den Weltenraum.

Auf der Kommandobrücke stand der Schiffsherr Brinkmann neben seinem Kapitän. Der Kapitän las beim Scheine einer Glühlampe den Geschwindigkeitsmesser ab und legte salutierend seine Hand an die Mütze.

„Ich gratuliere, Herr Brinkmann,“ sagte er, „der Zeiger hat die Tausend überschritten. Darf ich es der Welt verkünden?“

Brinkmann nickte. Es war ein eisernes Nicken.

Und als jetzt der Kapitän auf einen Knopf drückte, zerriß ein ungeheurer Pfiff die Lüfte. Der sollte es der Menschheit sagen, daß eine Riesentat vollbracht war. Eine Tat, die dieser Eisenmensch auf der Brücke in die Welt warf.