Der?

Ein blaues Band kam auf den Schwingen jenes Pfiffes herangeflattert:

„Mir galt der Pfiff,“ raschelte das Band, „ich danke...“ Und dann ergriff es von dem Schiff Besitz. Und geruhig sah es, wie im nächsten Hafen unter ihm die Kränze und die Sträuße sich zu Bergen häuften, wie die Weihereden stiegen, wie die verstolzte Menschheit sich vor Hochmut in die Brust warf...

Und noch während dem Gerede drunten schaute das blaue Band am Mast nach neuen Siegen aus.

Die kamen. Die stampften gleichmütig über den Schiffskoloß und seinen Herrn. Das war an jenem Tage, als Mister Hobbledihoi die bis dahin allgewaltige Kohle aus seinem neuen Schiffe „Zeitlos“ warf und die elektrischen Ströme, die verschwiegen die Erde umkreisten, zwang, seinen „Zeitlos“ um die Erde zu jagen. Das war, als Mister Hobbledihois „Zeitlos“ beim Sonnenaufgang von Europa fortschoß gegen Westen. Das war, als fünfzehnhundert Kilometer in der Stunde überschritten wurden. Das Wasser kochte vorn am Bug, der die Längengrade in sich hineinfraß. Das Wasser kochte hinten am Kiel, wo die Schrauben wahnsinnig geworden waren. Weit und breit kein kleinstes Fischlein in der Wasserwüste — sie waren vor dem Donnergang des „Zeitlos“ jäh geflohen. Die schnellsten Vögel riß der Luftwirbel aus ihrem Reich, ihre plattgedrückten Leiber klebten vorn am Buge.

„Mister Hobbledihoi,“ sagte der Kapitän, „Brinkmann ist geschlagen.“

„Ich weiß es und ich ehre ihn, denn ich stehe auf seinen Schultern.“

In diesem Augenblicke kam der König auf die Brücke. Und es war der König, welcher sich verneigte vor dem Schiffsherrn und ihm eigenhändig ein blaues Band ins Knopfloch seines Rockes schlang. Nein, schlingen wollte. Denn ein Windstoß kam und riß es in die Lüfte.

„Wenn wir am Land sind, habe ich ein anderes,“ sagte der König: „nur eine Frage hätte ich.“

„Bitte, Majestät.“