»Das Geld ist alle. Ich muß fort, sonst gibt es ein Unglück.«
Borgert fühlte, wie ein Zucken durch ihren Körper ging. Sie erwiderte nichts, sie wendete nur langsam ihr Gesicht ab und schaute nach dem Fenster hin.
Im Stillen war Borgert ihr dankbar, daß sie die Mitteilung so gefaßt entgegennahm und nicht nach Weiberart aufschrie oder schluchzend zu Boden sank.
Und als er das blasse Profil betrachtete, wie es sich gegen die hellen Fensterscheiben abhob, und eine Träne in ihren Augen flimmern sah, erfaßte ihn eine Rührung, ein Mitleid mit der Frau, und er zog sie in seine Arme.
Und als sie so dalagen in wortloser Umarmung, kam es leise über ihre Lippen:
»So nimm mich mit, Georg!«
Betroffen fuhr Borgert auf:
»Um Gottes Willen, wie kommst du auf solche Gedanken? Wie darf ich das?«
»Ich bitte dich, Georg, laß mich mitgehen, ich halte es hier nicht länger aus.«