»Aber das ist undenkbar, Liebste! Ist es nicht Skandal genug, wenn ich allein verschwinde? Und dann dich noch mitnehmen? Unmöglich!«
»Dann gehe ich allein, ich will fort, ich muß!«
»Aber warum denn auf einmal, was ist denn passiert?«
Frau Leimann brach in ein heftiges Schluchzen aus.
»Geschlagen hat mich mein Mann, weil der Gerichtsvollzieher wieder bei mir war. Ich ertrage diese Behandlung nicht länger und dann..... dann ....... ich habe auch kein Geld für meine Schulden, es gibt ein Unglück.«
Borgert hatte Mühe, die erregte Frau wieder zu beruhigen.
Er überlegte. Eigentlich war der Gedanke gar nicht so unrecht. Wenn sie doch einmal fort wollte, dann konnte sie auch gleich mit ihm gehen, dann hatte er wenigstens einen Menschen bei sich, mit dem er reden konnte und noch manches mehr, einen, der sich in der gleichen Lage befand wie er selbst. Und als Frau Leimann ihn mit flehenden Augen ansah, schloß er sie wieder in die Arme und flüsterte leise:
»So komm mit! Morgen abend reisen wir!«
Lange hielten sie sich in inniger Umarmung umschlungen, dann aber entwand sich Borgert den Liebkosungen der Frau und drückte sie in einen Sessel nieder.
Er selbst nahm ihr gegenüber Platz und sagte: