»Nein, nicht im geringsten, Herr Rittmeister, es gibt ein Rezept, nach dem sie geraten müssen!«
»Da wäre ich doch neugierig, denn voriges Jahr sind mir fast alle Erbsen verdorben.«
»Sie müssen sie bei Mondenschein legen, und niemand darf dabei ein Wort reden, dann geraten sie immer, ich sehe es ja bei meinen. Ich bin aber nicht etwa abergläubisch, meine Herrschaften, aber es ist so.«
Wenn Frau Oberst etwas behauptete, war ein Widerspruch eigentlich ein kühnes Unterfangen, Leutnant Bleibtreu aber äußerte lachend:
»Wenn man dann bei Sonnenschein den Speck dazwischen säet, gibt es gleich Erbsen mit Speck.«
»Sie müssen es ja wissen, Herr Leutnant, spotten Sie nur, es ist doch so!« entgegnete die Frau Oberst giftig. »Übrigens nächste Woche habe ich auch noch keine Zeit, meine Gänseleberpastete ist noch nicht fertig!«
»Sie kochen sie selbst ein?« fragte interessiert der Landrat.
»Gewiß, ich koche immer sechs Töpfe, mein Mann ißt das Zeug so schrecklich gern.«
»Woher beziehen Sie denn die Trüffeln dazu? Ich suche nämlich gerade eine gute Quelle.«
»Was, Trüffeln? Es schmeckt ohne Trüffeln genau so gut, das ist nur Einbildung.«